Wohin des Bloggens?

Bislang habe ich die zahlreichen Diskussionen über den Wert und die Zukunft des Bloggens eher halbherzig verfolgt, insbesondere wenn es um das Kräftemessen mit dem bisherigen „etablierten“ Journalismus ging. Letztmalig zu Beginn meiner Gelegenheitsbloggerei habe ich mir hierzu überhaupt selbst Gedanken gemacht.

Mit dem Satz „Zu gutem Journalismus gehört nicht nur das Verfassen flotter Texte, sondern auch eine umfassende, aufwändige und meist sehr teure Recherche, die sich nicht in der Benutzung der Suchmaschine Google erschöpft.“, über den ich bei Julia Seeliger gestolpert bin (Link nicht mehr gefunden), ist, denke ich, die bisherige Aufgabenteilung recht gut dargestellt. Die Aufgabe der meist privat und nebenher betriebenen Blogs beschränkt sich auf eine mehr oder weniger fundierte Kommentierung und Hervorhebung von Nachrichten, die andere hervorgebracht haben. Nur in wenigen Nischenthemen können Blogger selbst Urheber einer Nachricht sein und in noch weniger Fällen werden sie von anderen dazu in die Lage versetzt.

Viele dieser Nischen sind allerdings Interessengebiete der Blogger selbst, insbesondere im bislang stark vom öffentlichen Politik- und Journalismusbetrieb vernachlässigtem Internetbereich. Zudem haben die Blogger zwar nicht die Erstellung der Nachrichten in ihrer Hand, aber zu einem immer größeren Maße ihre Verbreitung und ihre Deutung. Die Bedeutungslosigkeit, die der Spiegel im Juli des letzten Jahres noch attestierte, ist auf jeden Fall geringer geworden. Und solange die Blogger eine gute Nachbereitung liefern, kann ich mit der aktuellen Arbeitsteilung zwischen „Journalisten“ und „Bloggern“ als (Zwischen-) Lösung erst mal gut leben.

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