Weniger arbeiten - mehr leisten
(Screenshot von Harvard-Business-Manager-Magazin)
“Berater, Banker, Wirtschaftsprüfer, Manager - sie alle haben das Gefühl, immer im Dienst zu sein.” So schreibt es das Harvard-Business-Manager-Magazin in seiner online Ausgabe. Fast wünschte man sich, sie würden dabei auch die Überschrift beherzigten: Würden die genannten Zielgruppen tatsächlich weniger arbeiten oder mehr leisten, könnte das durchaus positive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.
Warum allerdings in meinem Feedreader die Nachricht noch anders gelautet hat, läßt sich vermutlich nur durch technische Probleme erklären: “Banker, Wirtschaftsprüfer, Manager - viele Top-Arbeitskräfte haben das Gefühl, immer im Dienst sein zu müssen.” Oder sollte hier versucht worden sein, zu rehabilitieren, was nicht zu rehabilitieren ist? Dann hat man vielleicht recht schnell gemerkt, wie impertinent und lächerlich dieser Versuch für die meisten geklungen haben muss. Warum man dann die Berater noch schnell ins Boot geholt hat, erschließt sich mir auch nicht sogleich. Möglicherweise wäre das dann der Versuch, ein schlechtes Paket durch hinzufügen einiger vermeintlich besserer Inhalte etwas weniger giftig erscheinen zu lassen - bei den Finanzprodukten hat man das ja jahrelang erfolgreich geschafft. Schön wäre es aber nicht, im nachhinein alle Spuren beseitigen zu wollen und im Artikel keinen Hinweis auf die ursprüngliche Fassung zu belassen. Daher wird das Problem vermutlich eher doch in meinem Feedreader zu suchen sein, schließlich habe ich das Harvard Business Manager-Angebot ja gar nicht abonniert, sondern es irgendwie über einen bestellten SPON-Feed erhalten.

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Time 7. Mai 2010 at 03:21 pm
[...] (German version published on 13 March, 2009) [...]