Zeitumstellung

Heute nacht wurde wieder einmal die Zeit umgestellt. Auch, wenn wir diesmal wieder eine Stunde länger schlafen durften, ist die Zeitumstellung für mich ein sehr nerviges Relikt aus vergangenen Tagen. Nicht nur, dass wir die „geschenkte“ Stunde ja bereits im Sommer durch eine Stunde Schlafentzug bezahlt haben. Zudem ist die Umstellung der ganzen Uhren ein unnötiger volkswirtschaftlicher Kostenfaktor. Neben den Kosten für entsprechende Automatismen in den Millionen öffentlichen und betriebswichtigen Uhren bleiben immer noch viele Uhren, die manuell umgestellt werden müssen. Wenn man die Minuten für eine solche Umstellung zusammenzählt, kommen da sicherlich etliche Mannjahre Arbeitszeit zusammen.

Nicht zu vergessen die Zusatzkosten, die entstehen, wenn die Zeitumstellung vergessen wird. Insbesondere die Statistiken und Logfiles in der, bei der Winterumstellung doppelt und dafür im Sommer nicht vorhandenen, Zeit zwischen 02:00 Uhr und 03:00 Uhr verursachen zahlreichen Programmierern, Laborleitern und Controllern wieder reichlich Kopfzerbrechen, das sie in Form von Rechenfehlern oder Zusatzaufwand an die Betriebe weiter geben. Und sicher wird auch wie immer am ersten allgemeinen Arbeitstag der eine oder andere Arbeitsbeginn oder Geschäftstermin verpasst. Und nicht zuletzt müssen sich ja wieder die Geschäftspartner in aller Welt auf diese komische Marotte der Europäer einstellen.

Und nicht zuletzt nervt es zweimal im Jahr einen jeden in seinem Privatleben. Sparen wir wirklich soviel Lichtstrom, dass sich das lohnt?

Nachtrag (01.Nov 2010): „Verschlafen: Fehler im iPhone-Wecker (Update)“ – Und das ist nur ein Eiswürfel aus der Spitze des Eisbergs

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1 Antwort

  1. rg sagt:

    Nein, sparen wir nicht. Dazu gabs auch mal Studien. Ist ja eigentlich auch ganz klar, da wir dann halt beim aufstehen das Licht brauchen. Viel schlimmer ist ja: ich wollte das ganze dieses Jahr mal nicht mitmachen und alle meine Uhren haben sich von alleine umgestellt …

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