Unschuldig?

Der Streit um die Anhebung der Schuldengrenze in den USA und damit immer mehr drohende Zahlungsunfähigkeit der USA „liegt im Gegensatz zu Griechenland nicht an einer ökonomischen Zahlungsunfähigkeit. Es liegt allein am politischen Unwillen der Beteiligten.“, schreibt faz.net. Auch der Spiegelfechter kann uns da beruhigen (Link nicht mehr gefunden): „Diese Insolvenz ist keinesfalls mit der Verschuldung europäischer Staaten wie Griechenland oder Irland zu vergleichen. Die USA könnten ohne weitere Probleme zu einem der günstigsten Zinssätze der Welt Anleihen auf dem Kapitalmarkt platzieren und würden dafür auch Käufer finden.“

Also wieder mal die verrückten Amis, die, als ob sie nicht ohnehin schon verrückt genug gewesen wären, nun auch noch die Tea Party an der Backe haben. Doch bin ich wieder mal zu einfach gestrickt, um wirklich beruhigt zu sein. Sicher, die USA könnten die Schuldenobergrenze einfach anheben. Dass das gerade nicht klappt, liegt allein an politischen Ränkespielen. Und ja, die USA bekommen immer noch weitgehend problemlos Kredit zu günstigen Konditionen. Doch wie lange noch?

Die Schuldengrenze ist ja gerade ein Mittel dazu, die Staatsverschuldung einzudämmen, die, vergleichbar mit vielen gefährdeten europäischen Staaten, in den USA ebenfalls extrem hoch im Vergleich zur Wirtschaftsleistung ist. Ein beständiges automatisches Erhöhen der Schuldengrenze lässt das Mittel jedoch wertlos erscheinen und dann stellt sich recht bald möglicherweise eben nicht nur politisch die Frage: Können die USA ihre Schulden zurückzahlen? Reell? Ohne wieder 100.000 Dollar Noten zu drucken?

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