Die Filterbubble

Als Filterbubble bezeichnet man den Effekt, wenn Antworten auf eine (Such-) Anfrage so gefiltert werden, dass man nur die vermeintlich passenden oder genehmen Antworten zurück bekommt. Im sozialen Miteinander führt das rasch zu sich selbstbestätigenden Meinungsgruppen, die im Extremfall andersartige Meinungen gar nicht mehr zulassen oder überhaupt wahrnehmen. Eine solche Meinungsgruppe hat immer auch Einfluss auf die Beurteilung und das Handeln von Gruppen und ihrer Mitglieder. Häufig werden so Entscheidungen aufgrund von Vorurteilen und ohne genauere Prüfung getroffen und alternative Meinungen nicht in Betracht gezogen.

Ein ähnlicher Effekt tritt bei der Benutzung von Suchmaschinen und anderen Internetzugangsportalen auf. Zum einen, weil sie vorgefertigte Datenbasen verwenden, die nur ein (möglicherweise sogar gezielt vorgefiltertes) Abbild der vorhandenen Datenmenge sind. Zum anderen weil diese Zugangsportale in immer stärkerem Maße versuchen, dem einzelnen Nutzer passende Ergebnisse zu liefern. Wenn man also als Nutzer bei kontroversen Themen Suchergebnisse anklickt, die eine Tendenz zu einer der möglichen Meinung erkennen läßt, kann es passieren, dass man zukünftig eher Suchergebnisse präsentiert bekommt, die dieser Meinung entsprechen. Im Extremfall scheint für einen Nutzer die Internetwelt nur noch aus dieser Meinung zu bestehen, weil er andere Meinungen gar nicht mehr angezeigt bekommt und er ist in der Meinungs-Filter-Blase gefangen.

Eine Studie zu diesem Thema fordert nun staatliche Stellen auf, diesem Trend zumindest durch bessere Information oder eventuell sogar durch eine öffentlich-rechtliche Suchmaschine entgegenzuwirken.

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