Geld für Internetverlage

Thomas Knüwer nennt ein paar Beispiele „Wie Verlage im Internet Geld verdienen„. Immerhin scheint es also so zu sein, dass es prinzipiell möglich ist, mit (Text-) Inhalten Geld im Internet zu verdienen.

Allerdings muss man auch sehen, dass die Umsätze und Verdienste gerade der großen Verlage doch recht gering erscheinen. Für die Verlage scheint allerdings der Gang ins Internet alternativlos zu sein, der das „klassische“ Nachrichtengeschäft zugleich kannibalisiert als auch zweitverwerten kann. Die genannten Beispiele der „privaten“ Großverdiener zeigt, dass einige wenige gutes Geld verdienen können, jedoch die breite Masse kaum von der Inhalteerzeugung leben kann.

Insofern ist die Lage vielleicht tatsächlich recht labil, auch wenn ich die eingeschlagenen „Lösungs-Wege“ (z.B. Leistungschutzrecht) nicht immer richtig finde. Wenn sich im Internet kein Geld verdienen lässt, wird zum einen an den Inhalten gespart und die Diversifizität der Angebote und die Unabhängigkeit von der Werbeindustrie ist gefährdet. Diese sind jedoch wichtig, da sich die meisten Blogs eben aus diesen Primärmedien ihre Belegstellen suchen. Im Prinzip gilt das gleiche Problem auch für Blogs, wobei jedoch viele Blogschreiber eher idealistische Ziele haben. Bei den „professionellen“ Blogs wird es allerdings auch immer nur einige wenige geben, die die Meinungsführerscahft innehaben (und finanzieren können).

Insofern stellt sich schon die Frage, was der Gesellschaft ihre Informationen wert sind. Allerdings kann man die Frage natürlich auch für jedes andere Geschäftsfeld stellen. Insgesamt fürchte ich, läuft es mangels Interesse auf eine weitere Zentralisierung auf wenige Quellen hinaus. Alternative Finanzierungen sind jedoch bestenfalls theoretisches Thema oder wie etwa im Falle von flattr, vermutlich gescheitert.

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