Vetternwirtschaft abstrafen

Der Bericht auf Spiegel online lässt einem gleich zu Beginn das kalte Kotzen kommen: „Es war ein ordentliches Taschengeld für die zwei minderjährigen Söhne von Georg Winter: Jeweils rund 45.000 Euro erhielten sie von dem bayerischen CSU-Landtagsabgeordneten in der Zeit von 2000 bis 2012. Das Geld floss auf Kosten des Steuerzahlers.“

Und wenn dann schon in der Einleitung steht, es wären „vor allem Christsoziale, die noch kurz vor dem Verbot entsprechende Verträge mit Angehörigen abschlossen. Den Wähler in Bayern kümmert es kaum – die Umfragewerte für die CSU sind blendend.„, dann beginnt man sich schon zu fragen, was für Menschen leben da in Bayern. Da haben offensichtlich Abgeordnete sich und ihre Familien auf Kosten des Steuerzahlers bereichert. Und selbst, wenn man selbst kein Steuerzahler ist, handelt es sich um Geld, dass anschließend für einen selbst und die Algemeinheit nicht mehr zur Verfügung steht.

Diese Abgeordneten haben recht deutlich gezeigt, dass ihnen ihr eigenes Wohl näher liegt als das ihres politischen Amtes und ihrer Wähler. Und genau diese lassen sich einfach so ins Gesicht spucken und sehen tatenlos zu wie Gemeinwohl und politisches Ansehen mit Füssen getreten werden und wählen weiter CSU? Liebe Freunde in Bayern, dann habt ihr es wohl auch nicht anders verdient.

Ebensolches gilt mit geringen Abstrichen auch für die SPD. Denn weder CSU noch SPD haben meines wissens auch nur ansatzweise darüber nachgedacht, freiwillig und vorgreifend entsprechende Transparenz zu schaffen oder die betroffenen „Abgeordneten“ aus ihrer Partei auszuschließen.

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