Das anonyme Netz – ja, aber…

„Ist es gut, dass man im Internet alles darf?“ ist die beliebte Fragestellung zu der Thematik, dass das Internet schließlich kein rechtsfreier Raum sein dürfe. Natürlich darf man zwar auch im Internet nichts, was analog analog (sic) verboten wäre, aber das Internet hat nun einmal eine große und jedem zugängliche Reichweite, die ein hohes Missbrauchspotential durch anonyme Nutzer bietet. Die oft genannte „logische“ Forderung ist die nach einem personalisierten Internet. Leider zeigt sich darin allzuoft wie kurz gedacht das ist.

Es ist ja nicht nur, dass das Stopfen von Missbrauchslöchern im Internet hauptsächlich nur dazu führt, die Freiheit der unbescholtenen Nutzer einzuschränken, während die Trolle, Spammer und Internetkriminellen zahlreiche Schlupflöcher kennen, um Sperren zu umgehen. Nein, das Internet soll zugleich ein demokratisches Mittel zur Meinungsfreiheit sein und gleichzeitig rechtlich einwandfrei. Insofern bietet sich nur ein vernünftiger Weg an: eine freiwillige Kennzeichnungspflicht von Cyberkriminellen. Wer das Internet missbrauchen, darf dies nur unter vollständiger Nennung seiner Identität tun – echte Oppositionelle (also nicht so Vaterlandsverräter wie Edward Snowden) hingegen dürfen das Internet weiterhin anonym und ohne Angst vor staatlicher Repression nutzen. Die NSA wird beauftragt, die Einhaltung dieser Regel sicherzustellen.

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