Ich hab‘ hier mal einen Bombenwitz…

… sagte der Arzt aus Venezuela und löste damit eine Teilsperrung des Flughafens von Miami aus, die ihm anschließend eine Strafe von 90.000 Dollar einbrachte. Nicht, dass dieser Witz sonderlich originell gewesen ist – er liegt einfach auf der Hand, wenn man bei der Einreise in ein Land wie ein Verdächtiger behandelt wird. Es ist ja auch nicht verkehrt, die Einreisenden mal zu befragen, denn vielleicht hat der eine oder andere ja tatsächlich unwissentlich Konterbande im Gepäck. Auch, wenn es eher selten eine veritable Bombe sein wird, mag so mancher die rostige Machete im Handgepäck als Urlaubssouvenir sehen und nicht als Verstoß gegen das Waffengesetz. Aber es gibt eben auch zahlreiche verwirrte oder wissentliche Spaßvögel, die solche Fragen nicht ernst nehmen können. Da braucht es dann eine professionelle Gelassenheit und Augenmaß.

Im Unrechtsstaat DDR führte eine solch lustige Replik meist zu einer humorlosen, nur wenige Stunden dauernden genauen Inspektion des Reisenden und seines Gepäcks, weshalb man sich solche unpassenden Bemerkungen aus Angst besser geflissentlich unterließ. Bei der Einreise ins Land der Freiheit, muss man anscheinend mit schlimmeren Folgen rechnen. Aber die USA gelten für die meisten halt nicht als Land, dass die Verhältnismäßigkeit der Mittel kennt, sondern als eines, das stets in größeren Dimensionen denkt. Dafür haben wir die USA immer bewundert.

 

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