Friedensnobelpreis für Merkel ?!

Es wird ja schon seit einigen Tagen gemunkelt, dass Angela Merkel eine heiße Kandidatin für den morgen bekannt gegebenen Friedensnobelpreis sei.

Eine solche Entscheidung wäre ein richtiges und ein falsches Signal zugleich.

Prinzipiell richtig wäre es, weil es Angela Merkel in der nun vorraussichtlich schwierigen Zeit in der Flüchtlingsfrage den Rücken stärken kann. Erst gestern hat Merkel bei Anne Will bekräftigt, ihren „Kurs des freundlichen Gesichts“ fortsetzen zu wollen, auch wenn dieser nicht jedem gefällt und nicht klar ist, welches Ergebnis am Ende stehen wird.

Ein falsches Signal wäre jedoch, wenn einige Tage „Politik nach Herz und Bauch“ schon ausreichen würden, einen der bedeutendsten Preise der Welt zu erhalten. Da Angela Merkel bislang eher mit einer eher realpolitischen Einstellung ihr Amt bestellt hat, würde vermutlich der Eindruck entstehen, dass einige mögliche Kandidaten übergangen werden, die sich wesentlich intensiver und langfristiger für Frieden und Menschlichkeit eingesetzt haben.

Insgesamt vermute ich persönlich, dass Angela Merkel tatsächlich diesen Preis angetragen bekommen wird. Letztlich hätte dies zumindest aktuell den vermutlich größten kurzfristigen realpolitischen Impuls, den der Friedennobelpreis auslösen könnte. Versucht wurde dies zudem auf gleiche Weise bei der Verleihung an Barack Obama. Dessen Nominierung erwies sich zwar im Nachhinein als weitaus zu optimistisch, aber immerhin hätte Angela Merkel da ja wenigstens etwas Konkretes vorzuweisen. Und wenn dies auch nur die Entscheidungen der letzten Wochen sind, so sind es genauso konkret auch zugleich die Entscheidungen der nächsten Wochen – und diese haben ganz deutlich das Zeug über Frieden oder Unzufriedenheit zu entscheiden.

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