Die Grünen gendern jetzt

Diesen Sonntag wollen die Grünen auf der Bundesdelegiertenkonferenz beschließen, dass die Partei künftig „im Regelfall den Gender-Star“ verwendet. Allerdings habe ich im Augenblick noch etwas bedenken, ob das wirklich gut geplant ist:

Liebe Grüne und Grüne,

über das Gendern von Begriffen, kann man ja gerne streiten. Tatsächlich wissen die Schreiber*innen (1) des Blogs selbst nicht, ob das Gendern, so nervig es ist, am Ende eine gleichberechtigtere Sicht auf die Menschen haben wird. Allerdings ist Euch hoffentlich auch klar, dass Eure Regeln, wie jede nicht zu Ende gedachte Rechtschreibreform, eventuell Zweifelsfälle schaffen, die am Ende dazu führen könnten, dass die Schüler*innen, ihre Lehrer*innen und jeder und jede Erwachsene (2) wieder zahlreiche unnötige Fehler machen, weil niemand weiß, was zu tun ist. Mir zumindest geht es noch heute so, dass ich nach den letzten Schreibreformen viel zu viele Fehler in meinen Texten habe und ich verfluche all die Tussies*innen(3), Arschlöcher*innen und Dummkopf*innen (4), die ihre Doktor*innentitel bestimmt nur durch Geschlechtsverkehr mit ihrem Doktorvater oder ihrer Doktormutter(5) bekommen haben. Bitte seid also nicht päpst*innenlicher (6) als der oder die Päpst*in (7).

Ich möchte mit Euch ja gar nicht in der Sache streiten, doch bitte ich insbesondere bei den mit Zahlen markierten Stellen um einen kurzen Hinweis, ob ich alles im obigen Text richtig umgesetzt habe. Denn dann könnte ich anfangen und Euch einen formalkorrekt gegenderten Brief schreiben, wo es noch Probleme gibt, denn das ganze soll ja nicht nach hinten losgehen, wie der Veggie*innen-Day (8).

Bis dahin verbleibe ich mit bürger*innenlichen(9) Grüßen.

 

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