Wird Bitcoin ein Umweltproblem?

Leider habe ich nicht allzuviel Ahnung von Bitcoin. Zwar habe ich frühzeitig mitbekommen, dass es sie gibt und dass man sie minen kann. Doch habe ich sie damals  lediglich als interessante Spielerei gesehen, was einer der Gründe dafür ist, dass ich heute immer noch nicht Millionär bin.

Was sind diese Bitcoins?

Was ich verstanden habe ist, dass Bitcoin eine kryptographische Währung ist. Man besitzt also Bitcoins dadurch, dass man einen geheimen Codeschlüssel besitzt, der den Bitcoin in gewisser Weise darstellt. Wenn ich meinen Bitcoin nun an jemand anderen weitergeben will, weil ich mit meinem Geld ja etwas bezahlen können muss, dann muss der Empfänger von mir diesen Code bekommen. Das Problem dabei ist zum Einen, dass der Empfänger wissen muss, dass dieser Code tatsächlich einen Bitcoin darstellt und nicht etwa Falschgeld ist. Zum Anderen muss mir mein Bitcoin entzogen werden, denn schließlich habe ich selbst den Code ja auch immer noch und könnte andernfalls problemlos weitere Einkäufe mit dem gleichen Bitcoin tätigen.

An dieser Stelle kommt das Kryptovoodoo (für mich Voodoo, da ich mich mit der Technologie noch nicht beschäftigt habe) der Blockchain zum Tragen, das alle gemachten Transaktionen berechnet und so quasi die transferierten Bitcoins neu verschlüsselt, so dass jeder nachvollziehen kann, welche Codeschlüssel tatsächlich gültige Bitcoins sind. Die Berechnung der Blockchain übernimmt dabei die Gemeinschaft aller Computernutzer und bekommt dafür nach einem Belohnungssystem neue Bitcoin zugewiesen. Da es dabei etwas Glück und Zufall ist, ob man dabei Bitcoins verdient, hat sich für diese Berechnung umgangssprachlich der Begriff „Bitcoin Mining“ eingebürgert.

Wieso sollte Bitcoin Mining umweltschädlich sein?

In der Anfangszeit, als Bitcoin ein wenig beachtetes Nischenprojekt war, gab es nur wenige Transaktionen und die Blockchain und damit auch neue Bitcoins konnten relativ leicht selbst mit einfachen Home-PCs errechnet werden. Mit steigender Nutzung der Bitcoins stieg auch der Aufwand der Berechnung, so dass sich Bitcoin-Miner immer weiter professionalisierten und spezielle Hardware für die Berechnung genutzt wurde. Diese Professionalisierung ist inzwischen soweit, dass es inzwischen regelrechte Mining-Fabriken gibt, die in riesigen Hallen nichts weiter tun, als Blockchains zu berechnen und Bitcoins zu minen. Und das ist der Punkt, wo ich mich frage, ob Bitcoins die Gefahr in sich tragen, durch den Energieverbrauch (und auch durch den nötigen Hardwareeinsatz)  ihrer Berechnung zu einem Umweltproblem zu werden. Immerhin ist die Rechenpower der an der Blockchain beteiligten Rechner in den letzten Jahren immens gestiegen. Und letztlich steht Bitcoin ja erst am Anfang seiner Entwicklung und wird nur von einem verschwindend geringen Teil der Menschen verwendet. Sollte die Akzeptanz der Nutzer und damit die Komplexität der Blockchain weiter so massiv steigen, ist für mich zum Einen fraglich, ob die Menschheit die zeitnahe Berechnung überhaupt technisch leisten kann. Dies werden aber sicherlich die Mathematiker unter den Bitcoinkennern bereits eruiert haben, denn niemand will schließlich auf ein zunehmend erschöptes System setzen. Allerdings scheint es doch wahrscheinlich, dass die Blockchain einen stetig steigenden Energiebedarf haben wird. Und die Energie ist in Anbetracht der geplanten Klimaziele wohlmöglich in Zukunft eine erstmal deutlich knappere und wertvollere Ressource.

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