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	<description>Der Gemeinplatz der Politik</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 09:05:48 +0000</pubDate>
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		<title>Urheberrecht: Kontrollmechanismen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 09:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
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Einleitung
Ein wesentlicher Punkt, der für weit verbreiteten Unmut sorgt, sind die Kontrollmechanismen und die Strafmaßnahmen, mit denen das Urheberrecht durchgesetzt werden soll und Verstöße geahndet werden sollen. Dieses Thema hat sehr viel mit den technischen Möglichkeiten zu tun und berührt letztlich das Medium Internet an sich.
Gewohnheitsrecht
Soweit ich das Interview mit Jan Delay and Christopher Lauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;">
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<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Ein wesentlicher Punkt, der für weit verbreiteten Unmut sorgt, sind die Kontrollmechanismen und die Strafmaßnahmen, mit denen das Urheberrecht durchgesetzt werden soll und Verstöße geahndet werden sollen. Dieses Thema hat sehr viel mit den technischen Möglichkeiten zu tun und berührt letztlich das Medium Internet an sich.</p>
<p><strong>Gewohnheitsrecht</strong></p>
<p>Soweit ich das Interview mit Jan Delay and Christopher Lauer im Spiegel verstanden habe, berufen sich Teile der Piratenpartei darauf, dass das illegale Filesharing und auch das sonstige illegale Nutzen von Inhalten eine so verbreitete Praxis sei, dass ein Verbot nicht mehr zeitgemäß sei und lediglich weite Teile der Bevölkerung kriminalisieren würde. Tatsächlich ist es durchaus denkbar, dass sich die allgemeine Rechtsauffassung innerhalb der Gesellschaft derart ändert, dass die Gesetzeslage an das tatsächliche Rechtsempfinden angepasst werden muss. Das ist ein normaler Vorgang, der immer wieder passiert.</p>
<p>Ich persönlich denke allerdings, dass die sogenannten &#8220;Raubkopierer&#8221; derzeit deutlich in der Minderzahl sind und dass es eben keinen gesellschaftlichen Konsens einer &#8220;Kostenloskultur&#8221; gibt. Darüber hinaus müsste eine Gesetzesänderung praktikabel und gesellschaftlich wünschenswert sein. Nur weil täglich tausende Menschen falsch parken, wäre es unter Umständen dennoch fatal, jedem zu gestatten, sein Auto dort abzustellen, wo es ihm gerade passt. Im Falle der Abschaffung des Urheberrechts wäre das Ergebnis keine Anarchie, aber es würde in meinen Augen einen kulturellen und gegebenenfalls auch technischen Niedergang zur Folge haben. Beide Punkte, also die Frage nach einem existierenden Konsens, als auch die nach den daraus resultierenden Folgen sprechen für mich gegen eine Kostenloskultur.</p>
<p><strong>Technische Machbarkeit</strong></p>
<p>Das Problem des Internets ist, dass es erlaubt, große Mengen an Daten dezentral, nahezu kostenfrei und anonym zu verschicken, womit es ein Werkzeug ist, dass quasi wie geschaffen ist, um ungestraft Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Natürlich ist das kein Problem des Internets, sondern eines der Rechteinhaber. Es ist vielmehr großartig, dass das Internet so funktioniert wie es ist.</p>
<p>Das Problem des Internets ist vielmehr, dass es für normale Nutzer nicht wirklich dezentral und anonym ist. Da sie in der Regel über einen Internetprovider ins Netz gehen, weiß dieser in den meisten Fällen, welcher Nutzer welche Daten wann abruft. Und damit sind die Internetprovider der erste Anlaufpunkt all derjenigen, die Auskünfte über das Internetverhalten einzelner Nutzer haben wollen. Sie sind, gegebenenfalls über den Umweg der Strafanzeige, eine zuverlässige Auskunftsquelle für Abmahnanwälte und auch für Ermittlungsbehörden aller Art.</p>
<p><strong>Gläserne Bürger und Chinesische Mauern</strong></p>
<p>Die Internetprovider und jede andere verfügbare Quelle wird dann benutzt um Informationen einzufordern und die Anonymität der Nutzer aufzuheben. Dies funktioniert im Einzelfall sehr zuverlässig und nur sehr wenige Nutzer sind in der Lage, sich diesem Kontrollvorgang, wenn er einmal anläuft, mit technischen Gegenmaßnahmen und Verschleierung zu entziehen. Die entsprechenden Interessenvertreter der großen Rechteinhaber aber auch konservative Überwachungpolitiker tun ihr Möglichstes, diese Kontrollmechanismen auszuweiten und den Zugriff darauf zu vereinfachen, bis hin zu einer (automatisierten) Kontrolle des kompletten anfallenden Datenverkehrs.</p>
<p>Eine solche Entwicklung ist absolut fatal für die Freiheitsrechte, denn nicht nur wäre jeder Internetnutzer in seinem Onlineverhalten quasi gläsern. Zusätzlich würde durch eine Sperrkultur illegaler Inhalte zugleich eine Infrastruktur für die Zensur beliebiger Inhalte geschaffen, die bereit steht und nur genutzt werden müsste. Und nur wenig von dem, was technisch machbar ist, wird am Ende nicht benutzt. Eine allgemeine Überwachung des Internets oder die Schaffung dazu nötiger Strukturen durch Industrie oder Gesetzgeber ist konsequent abzulehnen.</p>
<p><strong>Hasch mich</strong></p>
<p>Die Frage ist dann jedoch, wie man Urheberrechtsverletzern auf die Schliche kommen will. Dies ist dann nur auf die herkömmlichen verdachtsabhängigen Wege möglich. Tatsächlich scheinen die Verwerter in Lage, durch Ermittlung von IP-Adressen in Tauschbörsen vermeintliche Urheberrechtsverstöße festzustellen und justiziabel zu machen. Außerdem finden sich auf anderen Wegen, häufig durch Denunziation, Hinweise auf vermeintliche Raubkopierer. Eine Ausweitung der Ermittlerrechte scheint in meinen Augen daher nicht zwingend erforderlich zu sein.</p>
<p><strong>Schuld und Sühne</strong></p>
<p>Das Problem bei Urheberrechtsverstößen ist, dass es häufig an einem Unrechtsbewußtsein derjenigen mangelt, die einen Verstoß begehen. Letztlich lautet die Argumentation &#8220;Das habe ich nicht gewußt&#8221; oder &#8220;Ich nehme doch niemanden etwas weg&#8221; und &#8220;Zu dem Preis hätte ich das eh niemals gekauft&#8221;. Solange man keine Schuld verspürt, fühlt sich jede Strafe ungerecht an. Zum Glück verspüren die meisten ein Schuldbewußtsein, dennoch werden sie am Ende mit einer Strafe konfrontiert, die ihnen nicht schuldangemessen erscheint. Wenn das gedankenlose Verwenden eines Stadtplanausschnitts oder das Hochladen eines Musikstücks ein paar Hundert oder mehr Euro kosten soll, verwandelt sich Reue schnell in Wut.</p>
<p>Ein Teil des Problems sind die sogenannten Abmahnanwälte, die mit Massenabmahnungen von Urheberrechtsverletzungen über die Anwalts- und Abmahngebühren hohe zivilrechtliche Kosten bei den Beklagten geltend machen. Hier gibt es beim Gesetzgeber bereits erste Schritte, diese Kosten zu deckeln, die aber noch nicht greifen und auch nicht weit genug gehen. Das massenhafte Abmahnen darf kein Geschäftsmodell sein.</p>
<p>Das andere Problem sind die tatsächlichen Kosten, die eine Urheberrechtsverletzung verursacht. Viele Dinge, die illegal kostenlos zur Verfügung gestellt werden, werden hinterher nicht mehr gekauft. Nur ist dieser Schaden weder dem Verursacher bewußt, noch läßt er sich genau bestimmen. Berechnungen aus Verwertersicht, die aus jedem kopierten Titel eins zu eins einen nicht verkauften machen, sind lächerlich und in meinen Augen sogar kriminell, falls sie anschließend als Grundlage in Kampagnen und Diskussionen eingebracht werden.</p>
<p>Letztendlich müssen sich die Kosten, die ein erwischter Urheberrechtsverletzer leisten muss, aber mindestens dem Wert des erworbenen Produkt entsprechen, denn ansonsten könnte jeder ein Produkt erst mal illegal benutzen und es eben erst dann bezahlen, wenn er erwischt wird. Aus dem gleichen Grund muss das letztliche Strafmaß darüber hinaus insgesamt deutlich höher ausfallen, um abschreckend zu wirken. Letztlich ist man dann jedoch wieder in dem Bereich von einigen hundert Euro beziehungsweise merklichen strafrechtlichen Konsequenzen.</p>
<p>Alles in Allem muss ich für mich sagen, dass ich das auch prinzipiell genauso korrekt finde, denn die meisten Urheberrechtsverletzer handeln bewußt oder grob fahrlässig und damit so, dass sie in allen anderen Rechtsbereichen ebenso mit Strafen und Schadensersatzforderungen bedroht wären. Allerdings dürfen die Sanktionen in ihrer Gesamtwirkung nicht gezielt unverhältnismäßig sein und nicht grundlos nach oben ausgeweitet werden. Letztlich ist Strafe nur ein, wenn auch wichtiger, abschreckender Baustein. Aufklärung und das Werben um Verständnis sind nötig, um Urheberrechtsverstöße vorsorgend zu vermeiden. Einen Konsens für die Einhaltung des Urheberrechts wird es allerdings genauso wenig geben, wie den postulierten Konsens einer Kostenloskultur.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Um das Urheberrecht wirksam aufrechtzuerhalten, sind Ermittlungen und Strafen notwendig. Die Strafen fallen durch die Natur der Sache für die betroffenen oft subjektiv zu hoch aus, was jedoch durch deren Handeln nicht notwendig unverdient ist. Allerdings sind überzogene Kosten und Strafen, wie sie heute teilweise entstehen, zu vermeiden.</p>
<p>Die heutigen Kontrollmöglichkeiten sind ausreichend. Sie zu Erweitern wäre ein fataler Eingriff in den Datenschutz und in die Informationsfreiheit, welcher unbedingt zu vermeiden ist.</p>
<p>Das Urheberrecht in seiner jetzigen Form ist von der Mehrheit der Nutzer prinzipiell befürwortet oder zumindest akzeptiert. Nur eine geringe Zahl der Nutzer lehnt es ideell ab. Da Urheberrechtsverstöße vielen nur als Kavaliersdelikte erscheinen, begeht eine relativ große Zahl von Nutzern, insbesondere auch der eigentlich Urheberrecht Akzeptierenden gelegentlich oder auch regelmäßig Urheberechtsverstöße. Falls das Urheberrecht beibehalten soll, ist hier vermutlich einiges an Aufklärungsarbeit erforderlich.</p>
<p><strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-kontrollmechanismen/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<title>Urheberrecht: Verwertungsrechte</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 13:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
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Einleitung
Dieser Artikel beinhaltet den Kern der Urheberrechtsdebatte, nämlich die Frage nach den Verwertungsrechten an einem Werk. Also die Frage danach, ob und zu welchen Bedingungen ein Werk veröffentlicht werden darf. Diese Rechte liegen derzeit, mit Einschränkungen etwa durch das Zitatrecht, beim Urheber. Im Artikel über Autorenrechte habe ich geschrieben, weshalb dies aus Gründen des künstlerischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;">
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		</div>
<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Dieser Artikel beinhaltet den Kern der Urheberrechtsdebatte, nämlich die Frage nach den Verwertungsrechten an einem Werk. Also die Frage danach, ob und zu welchen Bedingungen ein Werk veröffentlicht werden darf. Diese Rechte liegen derzeit, mit Einschränkungen etwa durch das Zitatrecht, beim Urheber. Im Artikel über <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-autorenrechte/">Autorenrechte</a> habe ich geschrieben, weshalb dies aus Gründen des künstlerischen Selbstverständnisses für den Autor wichtig ist. In diesem Artikel soll der Fokus jedoch auf der (finanziellen) Verwertung eines Werkes liegen. Es geht im Wesentlichen darum, ob ein Autor mit seinem Schaffen Geld verdienen kann.</p>
<p><strong>Die Leistung des Urhebers</strong></p>
<p>Wenn jemand mit etwas Geld verdienen will, muss er nach allgemeinem Verständnis dafür eine Gegenleistung erbringen. Die Leistung eines Urhebers ist ein überlicherweise ein Text, ein Musikstück oder irgendein sonstiges künstlerisches Werk, das in der heutigen Zeit meist auch auf verschiedene Art in digitaler Form vorliegt und beinahe ohne Kosten beliebig kopiert werden kann. Eine solche Kopie ist nicht nur problemlos anzufertigen, sondern scheint auf den ersten Blick auch dem Urheber nichts wegzunehmen, denn schließlich hat er sein Werk hinterher ja immer noch.</p>
<p>Doch die Leistung eines Urhebers liegt in der Zeit und in der Kunstfertigkeit, die er aufgewendet hat, um dieses Werk zu erstellen. Das Schreiben eines guten Kurztextes von fünf Minuten Länge kostet nicht selten 50 Stunden intensiver Arbeit, ein Musikstück von fünf Minuten hunderte von Stunden. Zeit, in der ein Urheber kein Geld anderswo verdienen kann. Dazu kommt die Arbeitszeit an all den anderen Werken, die ihm weniger gut gelingen und die darum vielleicht niemals veröffentlicht werden. Diese Zeit kostet es, ein Werk zu erstellen und diese Zeit muss bezahlt werden, wenn ein Künstler sich weiterhin auf sein Schaffen konzentrieren soll.</p>
<p>Und die Leistung eines Künstlers ist die Erschaffung eines Werks. Eines Werkes, das offensichtlich gut und begehrenswert erscheint, denn ansonsten bestünde ja kein Anlaß, dieses Werk kopieren zu wollen.</p>
<p><strong>Jeder ist ein Künstler</strong></p>
<p>Eine andere Frage ist, ob man überhaupt &#8220;professionelle Künstler&#8221; braucht, denn schließlich gibt es genügend Menschen, die ihre Werke allein aus Altruismus oder Geltungsdrang kostenlos zur Verfügung stellen und die Millionen von Werken geschaffen haben, die frei verfügbar sind. Nicht zuletzt die &#8220;Wikipedia&#8221; hat gezeigt, dass die Masse durchaus in der Lage ist, herausragende Inhalte zu erstellen.</p>
<p>Das ist korrekt und es gibt neben der Wikipedia viele weitere Beispiele, in denen die Werke einzelner freier Autoren oder einer Community hervorragende Ergebnisse hervorgebracht haben. Doch im Vergleich mit den Umfang der verfügbaren Werke, sind solche Inhalte die Ausnahme. Die meisten guten und begehrenswerten Inhalte werden professionell erstellt. Das liegt in vielen Bereichen schon allein an den verfügbaren Möglichkeiten und den hohen Investitionskosten. Ein eigenständiges tagesaktuelles Medienportal oder ein actionreicher Blockbuster erfordern einen Aufwand, den die Community (derzeit) nicht in vergleichbarer Weise leisten kann. Und die Community kann naturgemäß nur schwerlich gemeinsam an Einzelwerken arbeiten. Das Schreiben eines Romans ist üblicherweise die Arbeit eines einzelnen, wenn die Handlung und der Stil konsistent bleiben sollen.</p>
<p>Gute Werke kosten meist einen hohen Zeitaufwand, eventuell hohe Investitionskosten und eben auch gute und talentierte Urheber. Dabei geht es nicht mehr um eine Nebentätigkeit in der Freizeit, sondern um harte, langwierige Arbeit. Wenn diese Arbeit nicht entlohnt wird, werden die meisten der &#8220;professionellen Künstler&#8221; diese Arbeit auch nicht mehr durchführen. Schon allein deshalb, weil sie dann &#8220;richtig arbeiten&#8221; gehen müssen und nicht mehr täglich zehn Stunden am Schreibtisch oder im Studio arbeiten können. Es ist nicht zwingend notwendig, dass man Inhalte bezahlen muss. Aber  dann muss man damit leben, dass der Hauptteil der Werke, die man  tatsächlich benutzt, in Zukunft nicht mehr hergestellt wird.</p>
<p><strong>Urheber sind Schmarotzer vom Wissen anderer</strong></p>
<p>Urheber nutzen letztlich auch nur das Wissen, das andere vor ihnen geschaffen haben. Jeder Musiker hat irgendwann &#8220;Die Beatles&#8221; gehört und kein Fantasy-Autor soll behaupten, dass er nicht &#8220;J.R.R. Tolkien&#8221; gelesen hat und garantiert hat jeder Urheber einzelne Fakten in der Wikipedia nachgeschlagen. Und aus diesem Sammelsurium wollen sie nun Kapital schlagen und behaupten, etwas &#8220;Neues&#8221; geschaffen zu haben?</p>
<p>Die Kurzantwort hierauf ist: Ja. Was immer die Urheber an Quellen verwendet haben, sie haben daraus etwas Neues geschaffen. Ein Künstler will letztlich für seine Arbeit bezahlt werden, wie ein Handwerker, ein Lehrer oder ein Konzertpianist, deren Arbeit ebenso auf dem Wissen anderer basiert.</p>
<p><strong>Die Freiheit des Wissens ist in Gefahr</strong></p>
<p>Das Urheberrecht macht den Umgang mit Inhalten schwieriger, weil man dabei auf die Rechte anderer eingehen muss. Und dies ist in der Tat ein gewichtiges Problem, da es zahlreiche Fallkonstellationen gibt, in denen man unbedarft das Urheberrecht verletzt. Sei es, dass Youtube-Videos gesperrt werden, weil darin geschützte Musik vorkommt oder dass man auf seiner Webseite ein Foto oder einen Kartenausschnitt verwendet, die ein anderer erstellt hat. Letztlich kann man nicht alles Wissen benutzen, dass einem zur Verfügung steht und lässt unter Umständen sogar in vorauseilendem Gehorsam Informationen weg, die man eigentlich hätte verwenden dürfen.</p>
<p>Ein Großteil dieses Problems liegt dabei in den Mechanismen, mit denen die Einhaltung des Urheberrechts derzeit kontrolliert und durchgesetzt wird. Dieses wirkt in einer großen Zahl von Einzelfällen überzogen und damit wissens- und meinungsfeindlich. Hier muss sich in meinen Augen einiges ändern, was ich in einem anderen Artikel schreiben will. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es viele der Inhalte, die besonders geschützt sind, auch gar nicht geben würde ohne ein Urheberrecht. Durch eine Abschaffung des Urheberrechts hätte man zwar keine rechtlichen Probleme, aber in vielen Fällen auch gar kein Werk, das man kopieren könnte.</p>
<p>Eine andere große Gefahr liegt jedoch dann vor, wenn das Urheberrecht dazu missbraucht wird, um den Zugang zu tatsächlichem oder zumindest gefühltem freiem Wissen gezielt und massiv einzuschränken. Dies scheint insbesondere dann der Fall, wenn öffentlich erstellte Informationen nicht frei verfügbar sind. Dies betrifft zum Beispiel die Wissenschaft, wenn mit öffentlichen Geldern (mit-)erstellte Forschungsergebnisse nur in bestimmten Fachjournalen erscheinen dürfen oder wenn Lehrpläne von Schulen, von Behörden erstelltes Kartenmaterial oder von öffentlichen Geldern finanzierte Studien nicht frei verfügbar gemacht werden und die Nutzer der Daten letztlich doppelt dafür bezahlen müssen.</p>
<p>Dieses Problem ist jedoch eigentlich ein Problem der Urheber und nicht des Verwertungsrechts an sich. Denn ein Verwertungsrecht schließt freies Wissen nicht aus. Im Gegenteil, denn jeder Urheber darf sein Verwertungsrecht dazu nutzen, sein Werk jedem Nutzer kostenlos und zur beliebigen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dieses Recht manifestiert sich nicht zuletzt in den Copyleft und CC Lizenzen. Die Forderung geht daher an die öffentlichen Institutionen: Öffentliche Inhalte sollen auch öffentlich verfügbar sein.</p>
<p><strong>Alternative Modelle</strong></p>
<p>Ein Großteil von Nutzern, die das Urheberrecht wegen seiner Einschränkungen ablehnen, sehen dennoch eine Notwendigkeit, die Arbeit von Künstlern zu entlohnen. Hier gibt es einige Vorschläge, die mir mehr oder weniger brauchbar erscheinen. Auf jeden Fall wird jeder Vorschlag, einen Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten und die Zusammensetzung der Urheber haben. Ich persönlich halte die meisten Modelle für schlechter als das jetzige. Allerdings muss man allen Modellen, die eine Abschaffung des Urheberrechts beeinhalten, zugute halten, dass sie einen großen rechtlichen Moloch beseitigen. Leider sind die meisten Modelle jedoch nicht in der Lage, eine professionelle Kunst zu erhalten und werden daher meiner Meinung nach zu einem dramatischen Rückgang im kulturellen Bereich führen.</p>
<ul>
<li>Ersatzlose Streichung des Urheberrechts:</li>
</ul>
<p>Keine Rechtlichen Probleme aber dramatischer kultereller Verfall</p>
<ul>
<li>Entschärfung des Urheberrechts:</li>
</ul>
<p>im Prinzip Beibehaltung der jetzigen Lage. Je nach Art der Änderung eine Verbesserung oder Verschlechterung. Insbesondere bei der Kontrolle und Verfolgung von Rechtsverletzungen aber auch bei den Laufzeiten gibt es meiner Meinung erhebliches Verbesserungspotential</p>
<ul>
<li>Konzerte statt Urheberrecht:</li>
</ul>
<p>Künstler werden durch die kostenlose Verbreitung ihrer Inhalte bekannt und können den Ruhm nutzen um mit Vorträgen Geld zu verdienen. Das ist Unsinn, denn nicht jede Kunst eignet sich zum Livevortrag und durch die Kosten und den nochmaligen Zeitaufwand ist eine Livetour für die meisten kleineren Künstler ein Minusgeschäft.</p>
<ul>
<li>Spenden statt Urheberrecht:</li>
</ul>
<p>Ein Modell das prinzipiell in Einzelfällen funktioniert hat. Allerdings <a title="Das flattr-Experiment" href="http://www.pooq.org/fyi/2011/10/das-flattr-experiment/">mehr als fraglich</a>, ob es massentauglich ist.</p>
<ul>
<li>Kulturflatrate</li>
</ul>
<p>Ob eine Kulturflatrate funktioniert hängt im Wesentlichen davon ab, wie sie ausgestaltet ist. Auf jeden Fall würde sie vermutlich ein rechtliches Monster durch ein bürokratisches ersetzen. Zudem wirft die Kritik an den bisher vorhandenen Verwertungsgesellschaften und <a title="GEiZ ist geil" href="http://www.aerar.de/2009/10/geiz-ist-geil/">Gebührenzentralen</a> die Frage auf, ob so eine Flatrate in der breiten Öffentlichkeit gewollt ist. Dennoch halte ich diesen Weg neben einer Entschärfung des Urheberrechts für den viel versprechendsten Weg.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das Überheberrecht erschwert den Umgang mit Werken und behindert dadurch die freie Verbreitung von verfügbaren Werken. Dies gilt analog im technisch-industriellen Bereich in der Form von Patenten. Diese Tatsache ist ein gewichtiger Hemmschuh und es sollte dringend darüber nachgedacht werden, den Umgang mit Urheberrechtsverletzungen zu überdenken.</p>
<p>Auch, wenn es große Mengen kostenloser und frei verfügbarer Werke gibt, werden die meisten begehrenswerten Werke mit hohem Aufwand von professionellen Urhebern erstellt. Ohne die Möglichkeit, ihre Werke zu schützen und finanziell zu verwerten, würden die meisten dieser Werke nicht mehr erstellt würden. Man hätte dann ein freies, aber eben auch ein geringeres Wissen.</p>
<p>Von den eventuellen Alternativen scheint mir die Entschärfung des jetzigen Urheberrechts in Umfang und insbesondere in der Verfolgung der gangbarste Weg und auch am wahrscheinlichsten. Eine Kulturflatrate wäre eventuell ein interessanter Ansatz, wird es aber wegen der gewaltigen Umverteilung und weges des Aufwands in Deutschland nicht geben.<br />
<strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-verwertungsrechte/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bei Maischberger</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 22:01:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Michel Friedman]]></category>

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Die Sendung &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; behandelt heute den Islam. Dass Kristiane Backer als Vertreterin des Islam eingeladen war, schien mir zuerst fast bösartig zu sein. Allerdings relativierte sich dies, als ich erkannte, dass Matthias Matussek als &#8220;Fundamental-Christ&#8221; eingesetzt wurde. Hätte nicht gedacht, dass ich jemals eine Talkshow sehe, in der Michel Friedman und Wolfgang Bosbach [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Die Sendung &#8220;Menschen bei Maischberger&#8221; behandelt heute den Islam. Dass Kristiane Backer als Vertreterin des Islam eingeladen war, schien mir zuerst fast bösartig zu sein. Allerdings relativierte sich dies, als ich erkannte, dass Matthias Matussek als &#8220;Fundamental-Christ&#8221; eingesetzt wurde. Hätte nicht gedacht, dass ich jemals eine Talkshow sehe, in der Michel Friedman und Wolfgang Bosbach zu den Gesprächsgästen gehören, die positiv auffallen, wenn es um Sympathie oder Gesprächsinhalt angeht.</p>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/bei-maischberger/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<title>Urheberrecht: Autorenrechte</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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Einleitung
Im folgenden soll es um die künstlerischen Rechte von Autoren an ihren Werken gehen. Die Abgrenzung zu den (finanziellen) Verwertungsrechten wurde dabei bewußt getroffen, um die Interessen auf das Gebiet zu begrenzen, in dem es um das Werk und um den Autoren geht und nicht die Interessen von Verwertern oder Käufern im Vordergrund stehen. Allerdings [...]]]></description>
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<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Im folgenden soll es um die künstlerischen Rechte von Autoren an ihren Werken gehen. Die Abgrenzung zu den (finanziellen) Verwertungsrechten wurde dabei bewußt getroffen, um die Interessen auf das Gebiet zu begrenzen, in dem es um das Werk und um den Autoren geht und nicht die Interessen von Verwertern oder Käufern im Vordergrund stehen. Allerdings überschneiden sich die künstlerischen Aspekte und die finanziellen Interessen auch oft, sodass die Argumente teilweise übertragbar sind.</p>
<p><strong>Wozu Autorenrechte?</strong></p>
<p>Zunächst einmal ist es vielleicht einmal  wichtig, die Rolle eines Urhebers zu beleuchten. Im Prinzip scheint das  nicht schwer, denn jeder der irgendwie Inhalte erzeugt, ist zumeist  bereits ein Urheber. Die meisten dieser Urhebereien haben einen  irgendwie gearteten künstlerischen Wert, der jeweils im Auge des  Betrachters liegt, und die meisten Menschen wissen nicht einmal, wie oft  sie täglich Urheber werden. Wegen der unzähligen Urhebereien, die dadurch täglich zustande kommen, scheint fast jeder Inhalt auffindbar und  austauschbar und nicht die Mühe wert, den eigentlichen Verfasser  herauszufinden und zuzuordnen.</p>
<p>Unter all diesen Menschen gibt es jedoch solche, die ein besonderes Talent haben oder besonders viel Arbeit  in ihre Werke stecken. Wenn ihre Werke gut ankommen, haben sie häufig das Ziel, sich einen Ruf als Künstler aufzubauen und unter Umständen sogar beruflich auszuüben. Diese sind häufiger darauf angewiesen, einen  gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen und achten in stärkerem Maße auf  die Darstellung ihrer Werke. Eine falsche Darstellung kann da durchaus  einen Ruf nachhaltig schädigen. Aber auch eine korrekte, aber  ungefragte Übernahme von Arbeitsergebnissen wird von ihnen oft nicht gerne gesehen und das liegt oft an dem immensen Arbeitsaufwand, der mit ihren Werken verbunden ist und nicht jeder Künstler kann damit oder gar davon leben, dass er die Arbeit hat und andere davon profitieren.</p>
<p>Urheber leisten also meist ungefragt eine Sonderleistung und verlangen dafür eine Sonderbehandlung im Umgang mit ihren Werken. Das derzeitige Urheberrecht räumt dem Urheber ein großes Spektrum von Rechten ein, die insbesondere, aber nicht allein das reine Verwertungsrecht enthalten. Diese Rechte gehen natürlich zulasten derjenigen, die Werke nutzen wollen und schränken sie wiederum in ihrer Arbeit ein. Die Frage ist also, inwieweit heute gängige Autorenrechte sinnvoll und einhaltbar sind oder nicht.</p>
<p>Der einfachste Weg wäre, die Autorenrechte ganz wegfallen zu lassen. Niemand müsste sich mehr Gedanken machen und es gäbe keine rechtlichen Probleme mehr. Allerdings greift dieser Schritt möglicherweise zu kurz, denn ohne Urheberrechte wird es sehr wahrscheinlich wesentlich weniger professionelle Urheber geben und ein Großteil der hochwertige Werke würde dann womöglich wegfallen. Die Freiheit des Wissen und der Kunst wäre dann zwar kurzfristig gegeben, doch es würde sich künftig nur noch ein Bruchteil berufen fühlen, dieses Wissen zu mehren.</p>
<p><strong>Verbreitungsrechte</strong></p>
<p>Das Verbreitungsrecht ist in der Praxis wichtigste Schutzrecht, das ein Urheber besitzt, denn es ist derzeit für die meisten Urheber die Grundlage für eine erfolgreiche finanzielle Nutzung. Das Wegfallen dieses Rechts wäre damit die eigentliche Revolution des Urheberrechts und erscheint den meisten Autoren und auch mir persönlich ohnehin unantastbar.</p>
<p>Doch auch aus künstlerischen Gründen möchten viele Autoren gerne über die Nutzung und Verbreitung ihres  Werkes selbst entscheiden. Mancher Künstler veröffentlicht etwa ungerne  Werke im Internet, die er noch regelmäßig auf einer Bühne vortragen  will, weil ansonsten der Überraschungsmoment wegfallen könnte. Oder ein  Künstler möchte nicht, dass seine Lieder oder eine von ihm erfundene  Comicfigur Werbung für Parteien oder Firmen machen, die er nicht  unterstützen will. Oder er möchte generell nicht, dass jemand ungefragt  von seiner Arbeit profitiert, nur weil das Nutzen um so viel einfacher  ist als das Erstellen.</p>
<p><strong>Zitieren dürfen<br />
</strong></p>
<p>Unter dem Begriff des Zitierens ist gemeint, in geringem Umfang Ausschnitte aus Werken zu veröffentlichen, wenn sie von Kontext her passend erscheinen. Dies ist derzeit auch ohne Einverständnis des Urhebers durch das Zitatrecht gestattet, wobei allerdings die Quelle des Zitats korrekt benannt sein muss.</p>
<p>Ich halte es für richtig und wichtig, dass Werke anderer prinzipiell zitierbar sind. Ansonsten ließen sich Aussagen schwer belegen und das Verbreiten von Wissen wäre ein Minenfeld, bei dem man sich bei jedem Satz einzeln rückversichern müßte. Menschen sollten sich gegenseitig zitieren dürfen. Wenn man das Verbreitungsrecht dabei nicht verletzen will, muss dies aber außer bei sehr kurzen Werken auf Ausschnitte beschränkt bleiben.</p>
<p><strong>Die Quellenpflicht</strong></p>
<p>Es gehört bei den meisten Menschen ohnehin zum guten Ton, einem Urheber die Ehre für sein Werk zukommen lassen, indem man ihn als Verfasser nennt, wenn es passend und möglich ist. Im Internet hat sich dabei die Praxis der Verlinkung und der  Quellennennung weitgehend etabliert. Erst recht empfinden es die meisten als No-Go, die Werke anderer oder Teile davon als seine eigenen auszugeben. Ich  denke, dass sich die meisten Diskussionsteilnehmer in diesem Punkt  prinzipiell einig sind.</p>
<p>In der Praxis sieht es oft schwieriger aus, weil es im normalen Umgang für Zitierende zu umständlich ist, alle Quellen überhaupt zu kennen oder sie jedesmal gebetmühlenartig zu nennen. Hier kann es zu Konflikten kommen, weil es vielen Autoren wichtig ist, dass ihr Name oder ihre Webseite genannt wird. Im Prinzip stehen hier zwei wichtige Aspekte gegeneinander. Zum einen das Recht des Urhebers auf Anerkennung, die für ihn aus beruflichen aber auch aus persönlichen Gründen wichtig ist und zum anderen die Praktikabilität, die es den Nutzern möglich macht, sich zu äußern, ohne ständig in Fußnoten zu reden.</p>
<p>Ein Prinzip eines &#8220;Fair Use&#8221;, bei dem sich Zitierende bemühen, den  Autoren ihren Ruhm zukommen zu lassen, den sie ihnen ja auch nicht  absprechen wollen, und bei dem sich Autoren darüber freuen, dass ihr  Werk so gut gefällt, dass es zitiert worden ist, und dann ein Auge  zudrücken, wenn ihr Name mal nicht daneben steht, funktioniert in der  breiten Praxis sehr gut. Denn eigentlich will ja niemand dem anderen  etwas böses. Allerdings gestaltet sich ein solches &#8220;Fair Use&#8221; in der Rechtspraxis  in meinen Augen schwierig, weil es sowohl bei den Urhebern als  auch bei den Zitierenden Menschen mit extremen Positionen gibt, die ein  solches &#8220;Fair Use&#8221; nicht akzeptieren. Und diese sind es dann, die  Einzelfragen im Zweifelsfall rechtlich geklärt haben wollen.</p>
<p>Für die rechtliche Praxis halte ich eine Kompromissregelung bei der Quellenpflicht für nachteilig, weil sie für alle Beteiligten schwerer zu verstehen ist, was letztlich nur zu weiteren Konflikten führt. Entweder ist der Urheber zu nennen oder eben nicht. Ich persönlich aus meiner Sicht als Urheber halte eine Abschaffung eines Zwangs der Namensnennung für hinehmbar, weil ich auf &#8220;Fair Use&#8221; vertraue und ich denke, dass wahre Anerkennung durch eine freiwillige Nennung erfolgt.</p>
<p><strong>Mash me Up</strong></p>
<p>Ein anderes Problem tritt auf, wenn ein Werk als Grundlage für ein neues Werk genommen wird. Hier stellt sich zum einen die Frage, in welchem Umfang der Urheber des Basiswerks eigentlich noch Ansprüche auf Credits hat. Und die Frage wie unterschiedlich das neue Werk sein muss, um ein neues Werk und keine Kopie zu sein. Das betrifft das ursprüngliche Werk an sich und auch die Basis, auf der es beruht. Darf ich Harry Potter im Wortlaut veröffentlichen, wenn ich überall im Text den Namen &#8220;Harry&#8221; durch &#8220;Harold&#8221; ersetze? Darf ich ein Buch &#8220;Harry Potter 8&#8243; veröffentlichen, in dem ich einfach die Geschichte innerhalb der Harry-Potter-Welt mit einer selbst geschriebenen Episode fortsetze? Darf ich eine Geschichte schreiben, in der ein kleiner Junge plötzlich Schüler auf einer Zauberschule wird? Dabei geht es nicht nur um den Ist-Zustand, sondern darum, was man als Einzelperson für akzeptabel hält.</p>
<p>Wenn man Inspiration aus alten Werken verbietet, gibt es bald nichts mehr, was noch veröffentlicht werden kann. Eine solche Regelung gilt in besonders starken Maß bei Patenten im technischen Bereich. Wenn man meine Werke jedoch kopiert oder verändert, fällt das immer auch auf mich als Autor zurück. Es reicht schon aus, einen Teil aus einem Text aus dem Zusammenhang zu reißen, um ihm eine ganz andere Bedeutung zu geben. Wenn jemand ein Wahlplakat, das ich entworfen habe, verfremdet und ins Lächerliche zieht, ist das ursprüngliche Werk unter Umständen &#8220;kaputt&#8221;, weil jeder nur noch die hineinverfremdete Variante vor Augen hat. Wenn jemand das fiktive &#8220;Harry Potter 8&#8243; liest und es gefällt ihm nicht, wäre mein Ruf als Autor der ursprünglichen Harry Potter Bände mit beschädigt.</p>
<p>Für mich sind die entscheidenden Punkte, ob durch ein aufbauendes Werk wirklich etwas Neues entsteht. Völlig klar ist außerdem, dass ich mich als Autor überhaupt nur beschweren kann, wenn es einen vermeidbaren Bezug zu meinem Werk gibt. Über den geschmacklichen Wert des neuen Werkes hingegen muss ich dann in den meisten Fällen erhaben sein, denn die künstlerische Freiheit, die ich für mich selbst einfordere, muss auch für mir nachfolgende Künstler gelten. Letztendlich bleibt die Weiterverarbeitung von Werken aber insofern ein Graubereich, weil im Einzelfall entschieden werden muss, ob ein abgeleitetes Werk eigenständig ist oder bloß eine (verkappte) Kopie.</p>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p>Autorenrechte sind sperrig und teilweise kompliziert. Doch urheben ist viel Arbeit und das Werk etwas, mit dem sich ein Künstler verbunden sieht. Wenn dieses beliebig verwendet und verfremdet werden darf, nimmt das einem Künstler seinen künstlerischen Anspruch und die Freude an der Arbeit. Dies ist insofern problematisch, weil in meinen Augen die besonders hochwertigen Werke von den Menschen geschaffen werden, die man im allgemeinen Sprachgebrauch als &#8220;Künstler&#8221; sieht und die sich intensiv mit ihrer Arbeit beschäftigen.</p>
<p>Umgekehrt sollte ein Künstler nicht verhindern, dass andere seine Werke gut finden und zitieren oder weiterverarbeiten. Das reine Kopieren hingegen sollte sich von vornherein verbieten, denn es betrifft nicht nur das künstlerische Recht, sondern insbesondere das Verwertungsrecht und muss daher gesondert diskutiert werden.</p>
<p>Das Zitatrecht und das Weiterbenutzungsrecht, wie es derzeit ist, halte ich für alle Seiten akzeptabel und praktikabel. Ein Wegfall der jetzigen Beschränkungen in diesem Bereich, was zulasten der Urheber gehen würde, wäre für mich aber zumindest diskutabel, weil es die Verbreitung von Ideen vereinfachen würde. Ich halte das künstlerische Selbstbestimmungsrecht für sehr wichtig, aber ich könnte mir vorstellen, auf &#8220;Fair Use&#8221; zu vertrauen und gehe nicht davon aus, dass es die Regel ist, Werke von Urhebern bösartig zu zitieren oder zu verfremden.</p>
<p>Dabei müsste jedoch klar sein, dass mein Werk nicht vereinnahmt werden  soll. Sobald ich den Eindruck hätte, jemand würde mich nicht zitieren,  sondern vorgeben, selber der Urheber zu sein, wäre ich damit nicht  einverstanden. Ebenso wenig wäre ich einverstanden, wenn meine Werke  nicht nur zitiert würden, sondern in vollem Umfang verwendet werden,  denn dies würde einen Eingriff in mein Verwertungsrecht als Autor  bedeuten, was jedoch noch ein anderes Thema ist.<br />
<strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-autorenrechte/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<item>
		<title>Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-woruber-wird-gestritten/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
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Einleitung
Im letzten Artikel zum Thema habe ich die Behauptung aufgestellt, dass es verkehrt ist, die Urheberrechtsdebatte allein anhand von Gruppenzugehörigkeiten zu führen, sondern dass es zahlreiche Sachfragen gibt, die man einzeln angehen muss, um den Standpunkten der Einzelpersonenen gerecht zu werden. Darum glaube ich auch, dass die Frage nach dem Urheberrecht nicht einfach darin besteht, [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Im letzten Artikel zum Thema habe ich die Behauptung aufgestellt, dass es verkehrt ist, die Urheberrechtsdebatte allein anhand <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem/">von Gruppenzugehörigkeiten</a> zu führen, sondern dass es zahlreiche Sachfragen gibt, die man einzeln angehen muss, um den Standpunkten der Einzelpersonenen gerecht zu werden. Darum glaube ich auch, dass die Frage nach dem Urheberrecht nicht einfach darin besteht, ob man es abschaffen, überarbeiten, behalten oder verschärfen sollte, sondern es geht darum, an welchen Punkten man persönlich mit dem jetzigen Zustand zufrieden oder unzufrieden ist.</p>
<p>Wenn man das Urheberrecht als Ganzes betrachtet, sehe ich wieder die Gefahr einer Gruppenbildung, weil sie nur die Wahl läßt, das Urheberrecht komplett anzunehmen (bzw. abzulehnen), obwohl man einzelne Punkte problematisch (bzw. unproblematisch) sieht. Darum will ich versuchen, die für mich wichtigsten Teilaspekte herauszuarbeiten, die direkt oder indirekt mit dem Urheberrecht zusammenhängen. Dabei geht es zunächst um eine Auflistung relevanter Teilgebiete, die ich gegebenenfalls dann in eigenen Artikeln genauer untersuchen kann. Dieser Artikel liefert also zunächst einmal Fragegebiete und keine Antworten. Konkrete Einzelfragen und Antworten werde ich versuchen, in den Einzelartikeln zu stellen und zu beantworten.</p>
<p><strong>Autorenrechte</strong></p>
<p>Vielleicht ist der Fachbegriff &#8220;Autorenrecht&#8221; schon irgendwo belegt, doch ich will mit der Überschrift als ersten Teilaspekt die künstlerischen Rechte des Autors an seinem Werk benennen. Dabei sind die (finanziellen) Verbreitungsansprüche explizit ausgeklammert. In diesem Teilgebiet geht es um das Recht eines Autoren, als Urheber des Werkes genannt zu werden. Aber auch um die Frage, inwieweit er die Hoheitsrechte über seine Werke behält oder, ob er etwa die Veränderung oder Weiterverarbeitung unterbinden können soll.</p>
<p><strong>Verwertungsrechte</strong></p>
<p>In diesem Teilaspekt geht es um die Frage, wer ein künstlerisches Werk unter welchen Bedingungen weiterverbreiten darf. Diese Frage muss sich damit auseinandersetzen, wem ein Werk gehört und es muss bei finanzieller Verwertung auch um die Frage gehen, was ein Kunstwerk wert ist, ob Kunst Arbeit ist und in welcher Form Künstler bezahlt werden können und sollen.</p>
<p><strong>Kontrollmechanismen</strong></p>
<p>Wenn man bestimmte Rechte einräumt, können sie immer übertreten werden. Die Frage ist dann nicht nur, welche Folgen ein Rechtsübertritt haben soll, sondern auch, welchen Aufwand man betreiben muss, um solche Rechtsvertöße nachzuweisen und welche Mittel dazu eingesetzt werden.</p>
<p><strong>Konsumentenrechte</strong></p>
<p>Ein häufig gemachter Vorwurf an die Rechteverwerter besteht darin, dass sie nicht immer die Produkte anbieten, die erwünscht sind. Oder dass sie Produkte künstlich verknappen, verstümmeln oder zerteilen, so dass Konsumenten nicht den erwünschten Zugang zum gewünschten Produkt bekommen. Letztlich wäre es eine Frage des Verbraucherrechts, aber auch die Frage, ob es prinzipiell nicht auch ein Recht des Konsumenten auf Konsum geben muss.</p>
<p><strong>Stellung von Kunst und Gesellschaft</strong></p>
<p>Letztendlich prallen in der Debatte auch grundlegend unterschiedliche Geisteshaltungen aufeinander, die man diskuttieren muss. Dabei stellt sich die Frage, ob Kultur etwa ein soziales Gut ist oder eine kommerzielle Ware. Es stellt sich die Frage, ob technisch beliebig kopierbare immatrielle Güter überhaupt ein &#8220;Eigentum&#8221; erlauben und ob sich die Verbreitung bei den vorhandenen technischen Möglichkeiten überhaupt unterbinden läßt.</p>
<p><strong>Geltungsbereich</strong></p>
<p>Die Frage nach dem Geltungsbereich ist ein Teilaspekt, der sich mit anderen Teilaspekten überschneidet. Doch die erste Frage ist, worauf sich ein Urheberrecht bezieht. Das beinhaltet die verschiedenen Kunstformen wie Literatur, Fotografie, Malerei oder Musik. Aber auch Industrie und Technik und die verwandte Frage nach dem Sinn oder Unsinn von Patenten.</p>
<p>Die Frage nach dem Geltungsbereich umfasst auch den Umfang von Rechten. Es ist denkbar, dass jemand prinzipiell einsieht, dass man künstlerische Werke lebender Autoren nicht nach Belieben nutzen oder kopieren darf. Doch wie ist das, wenn der Künstler schon zehn Jahre nicht mehr aktiv oder gar schon zwanzig jahre tot ist? Und wie weit gilt ein Kopierverbot? Darf ich eine Sicherheitskopie anfertigen und die im Schrank einschließen? Darf ich ein Lied eines anderen Künstlers auf Youtube nachsummen und wenn ja wieviele Zeilen?</p>
<p>Und außerdem geht es um die Frage der Gleichbehandlung. Darf ein &#8220;kleiner Künstler&#8221; ein Werk eines &#8220;großen Künstlers&#8221; aufgreifen und weiterbenutzen und wie sieht es umgekehrt aus? Darf eine Privatperson ein Werk an Freunde kopieren und darf ein Konzern das auch für alle seine Mitarbeiter?</p>
<p><strong>Zwischenfazit</strong></p>
<p>Die obige Einteilung ist zunächst sehr grob und leider auch nicht konjunkt. Das heißt, es gibt zum einen Überschneidungen und möglicherweise ist die Einteilung nicht einmal umfassend. Gegebenenfalls werde ich die Einteilung daher noch einmal überarbeiten müssen. Doch für das erste liefert sie eine Menge interesanter Teilaspekte.</p>
<p><strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-woruber-wird-gestritten/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem/</link>
		<comments>http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 13:46:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<category><![CDATA[Serie]]></category>

		<category><![CDATA[Nutzer]]></category>

		<category><![CDATA[Urheber]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[Verwerter]]></category>

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Einleitung
Wenn ich die Urheberrechtsdebatte oberflächlich verfolge, scheint es ganz einfach zu sein: Es gibt drei Streitparteien, nämlich die Urheber, die Verwerter und die Nutzer. Die Nutzer sind böse auf die Verwerter, weil die Inhalte künstlich verknappen und die Nutzer zudem als Raubkopierer brandmarken. Die Urheber waren dann dumm genug, sich auf die Seite der Verwerter [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Wenn ich die Urheberrechtsdebatte oberflächlich verfolge, scheint es ganz einfach zu sein: Es gibt drei Streitparteien, nämlich die Urheber, die Verwerter und die Nutzer. Die Nutzer sind böse auf die Verwerter, weil die Inhalte künstlich verknappen und die Nutzer zudem als Raubkopierer brandmarken. Die Urheber waren dann dumm genug, sich auf die Seite der Verwerter zu schlagen und haben sich schützend vor sie gestellt, weshalb sie jetzt eben auch das meiste vom Ärger abbekommen.</p>
<p>Im Prinzip scheinen die Rollen also klar verteilt wie in einer billigen Vorabend-Soap und bei einer Partie Starcraft und man könnte leicht eine dieser Tabellen machen, wo mit einem lustigen Bild gezeigt wird, wie sich die Parteien gegenseitig sehen:</p>
<table border="1">
<tbody>
<tr>
<td></td>
<td><strong>Urheber</strong></td>
<td><strong>Verwerter</strong></td>
<td><strong>Nutzer</strong></td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Urheber</strong></td>
<td>Superstar</td>
<td>Verkäufer</td>
<td>Fans</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Verwerter</strong></td>
<td>Marionette</td>
<td>Puppenspieler</td>
<td>Melkkuh</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Nutzer</strong></td>
<td>Bettelpoet</td>
<td>Kapitalist</td>
<td>Normaler Mensch</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>(hier bitte gedanklich die passenden Bilder einfügen)</em></p>
<p><strong>Differenzierung</strong></p>
<p>Eigentlich sollte bei diesem Setting klar sein, dass es so einfach und stereotyp nicht sein kann. Doch, wenn man einen Großteil der Diskussionen verfolgt, scheint genau das nicht der Fall zu sein oder die Tatsache wird einfach nicht reflektiert und ausgeblendet. Letzlich reduziert sich das Bild, das die meisten in der Debatte vor Augen haben, auf wenige Stereotypen. Nutzer sind entweder &#8220;Raubkopierer&#8221; oder &#8220;ehrliche Kunden&#8221;. Wenn man den Begriff des Urhebers verwendet, hat man immer entweder einen kleinen idealistischen Künstler vor Augen oder einen Superstar und die Verwerter sind die großen Studios, die sogenannte Contentmafia. Zwischen diesen Stereotypen gibt es in der Debatte oft keinen Graubereich.</p>
<p>Diesen gibt es jedoch in der Realität. Es gibt nicht den Urheber, sondern Menschen, die aus altruistischen Gründen ihre Werke unter das Volk bringen wollen und knallharte Karrieristen, die Erfolg und Geld als Antrieb haben und alle dazwischen. Es gibt kleine Verlage, die zum Selbstkostenpreis im eigenen Wohnzimmer Bücher und CDs produzieren und Multimilliarden-Dollar-Konzerne und alle dazwischen. Es gibt Nutzer, die festplattenweise Filme und Musik kostenlos kopieren und Nutzer, die jedes Werk kaufen  und alle dazwischen. Dazu kommt, dass sich alle diese Gruppenmitglieder nicht nur in ihrem Verhalten sondern auch in der Motivation unterscheiden. Dazu kommt, dass es eine strenge Unterteilung der Gruppen gar nicht gibt. Wer im Internet aktiv ist, ist zumeist Nutzer, Verwerter und Urheber zugleich.</p>
<p>Doch diese Differenzierung ist ungemein wichtig. Denn die strenge Einteilung in diese Gruppen führt in der Debatte immer wieder zu einer Sippenhaft und einem kollektiven Gruppenaufschrei. Wenn als Beispiel einzelne Nutzer behaupten, es wäre doch eine tolle Werbung für einen  Künstler, wenn seine Werke im Internet kostenlos verbreitet werden, denn  sie könnten doch dann mit Touren wahnsinniges Geld verdienen, dann haben  Sie dabei wohl eher einen bekannten Künstler vor Augen, der problemlos  durch die Welt reisen kann und ganze Hallen füllt.</p>
<p><strong>Gruppenzwang</strong></p>
<p>Eine solche Aussage ruft dann jedoch automatisch einen Aufschrei aller kleinen Künstler hervor, die nicht in der Lage sind, mit einer solchen Tour Geld zu verdienen, weil allein die Kosten für Saalmieten und Fahrtkosten die Einnahmen bei Weitem überschreiten. Und plötzlich wird zusammen geschweißt, was eigentlich gar nicht zusammen gehört. Die vielen kleinen Künstler werden plötzlich auf die Seite von gutverdienenden Superstars gedrängt und vertreten deren Sache, obwohl sie im Kern ganz andere Ziele haben. So wie sich viele Urheber auf die Seite der Verwerter gedrängt fühlen, wenn plötzlich im Raum steht, dass ihre Kunst plötzlich kostenlos und frei verfügbar sein soll. Damit stehen sie dann plötzlich auf der Seite derjenigen, die die Nutzer mit dem Slogan &#8220;Raubkopierer sind Verbrecher  bedenken&#8221; bedenken und Überwachungsmaßnahmen fordern, die die Urheber zum Großteil selber gar nicht vertreten. Und um zur Differenzierung zurückzukommen: die auch ein Großteil der Verwerter nicht gutheißt, weil eben ein Graswurzelverlag keine Content-Mafia ist.</p>
<p><strong>Weitere Parteien</strong></p>
<p>In diesem Dreier-Konflikt geht außerdem unter, dass es dadurch auch noch weitere Interessengruppen gibt, die zwar in der Zahl klein sind, aber einen großen Beitrag daran haben, dass es überhaupt einen Streit gibt. Diese Parteien sind im Wesentlichen diejenigen, die das Urheberrecht für ihre Zwecke mißbrauchen. Namentlich sind das einige wenige Abmahnanwälte, die Hunderttausende Nutzer mit teuren Abmahnungen überziehen und damit ein gutes Geschäft machen und es sind Politiker, die versuchen, das Internet und die Gesellschaft zu überwachen und zu reglementieren und die nun nach dem vorläufigen Scheitern über den Weg <a title="Missbraucht" href="http://www.aerar.de/2009/02/missbraucht/">Kinderpornographie</a> einen neuen hoffnungsvollen Weg für sich entdeckt haben, doch noch zum Ziel zu kommen. Diese Parteien sind zu einem guten Teil die geistigen Brandstifter in der Debatte, die sich entzündet hat.</p>
<p><strong>Sachlich bleiben</strong></p>
<p>Aus diesem Grund scheint es mir nicht sehr sinnvoll, die Debatte in den Kategorien von Gruppen zu führen. Eher müssten die Kernfragen herausgearbeitet werden, um die sich die Debatte eigentlich dreht und man wird dann meiner Meinung nach feststellen, dass sich in den einzelnen Sachfragen Menschen aus den unterschiedlichen Gruppen zusammen finden. Sicher wird man dabei auch eine Tendenz der jetzigen Gruppeneinteilung vorfinden, doch es bricht die derzeitige starre Diskussionsfront auf, bei der man sich für eine Seite &#8220;entscheiden muss&#8221; und damit automatisch alle Ziele dieser Gruppe mitkauft, wie bei einer Langspielplatte, bei der man eigentlich nur das erste Lied auf der B-Seite gut findet.</p>
<p><strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<title>Urheberrecht: Ist das ein Thema?</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-ist-das-ein-thema/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 12:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

		<category><![CDATA[Recht]]></category>

		<category><![CDATA[Serie]]></category>

		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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Einleitung
Ich hatte ja schon mal angedeutet, dass auch ich eine Meinung zum Urheberrecht habe. Oder eher eine Vorstellung, die ich für mich selber in Details noch ausarbeiten muss. Bislang habe ich davor zurückgeschreckt, weil ich den Aufwand befürchtet habe. Aber nun will ich versuchen, in einigen losen Artikeln, zumindest für mich selber, meine Gedanken zusammenzufassen. [...]]]></description>
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<p><strong>Einleitung</strong></p>
<p>Ich hatte ja schon mal <a title="Urheberei" href="http://www.aerar.de/2012/04/urheberei/">angedeutet</a>, dass auch ich eine Meinung zum Urheberrecht habe. Oder eher eine Vorstellung, die ich für mich selber in Details noch ausarbeiten muss. Bislang habe ich davor zurückgeschreckt, weil ich den Aufwand befürchtet habe. Aber nun will ich versuchen, in einigen losen Artikeln, zumindest für mich selber, meine Gedanken zusammenzufassen. In diesem Blog habe ich es bislang bei einigen Einwürfen zu dem Thema belassen.</p>
<p><strong>Faktisch existente Debatte</strong></p>
<p>Die Frage, ob die Urheberrechtsdebatte ein Thema ist, beantwortet sich, wenn man die zahlreichen Artikel, insbesondere im Internet, zum Thema liest. Es gibt eine sehr umfangreiche Debatte, also scheint das Thema für viele ein Thema zu sein. Im Internet kann man jedoch nie wirklich sicher sein, wieviele Sockenpuppen und Egohupen die Diskussion in Wirklichkeit tragen und tatsächlich scheint mir das Thema an einigen Ecken deutlich wichtiger zu sein als im Internet an sich und erst recht in der realen Welt an sich.</p>
<p>Doch handelt es sich bei der Debatte nicht allein um einen Internethype, sondern auch die Papiermedien sind auf den Zug aufgesprungen, es beteiligen sich reale Künstler aus Fleisch und Blut an der Debatte und die Partei die Urheberrechtsfragen auf ihrer Fahne und im Namen trägt, eilt bei den letzten Wahlen von Erfolg zu Erfolg. Insofern wäre es fahrlässig und dumm diese Debatte zu ignorieren.</p>
<p><strong>Mein Beitrag</strong></p>
<p>Am Anfang habe ich die aufkommende Urheberrechtsdebatte als ein Strohfeuer von ein paar verirrten Webaktivisten gesehen und nicht weiter ernst genommen. Mittlerweile gibt es bestimmt tausende Artikel, die sich mit dieser Frage beschäftigen und insofern habe ich mich schon gefragt, weshalb mein kleines Blog sich auch noch dazu äußern sollte. Doch letztlich hat jeder im Internet eine Stimme und sollte sie nutzen, wenn er etwas beeinflussen will. Und ich habe dieses Blog irgendwann einmal aus diesem Grund gestartet, um einen Beitrag zur Diskussion zu liefern.</p>
<p>Mir scheint, dass die Debatte teilweise sehr hitzig geführt wurde, mit vielen für mich recht unsinnigen Argumenten auf beiden Seiten, darum will ich versuchen, zumindest ansatzweise analytisch an die Sache heranzugehen. Allerdings hatte ich zur Urheberrechtsfrage schon vor der Debatte einen  Standpunkt, der im Wesentlichen für das Urheberrecht sprach. Diesen kann man vielleicht aus meinen bisherigen Beiträgen &#8220;<a title="kino.to, Copyright und Urheberrechte" href="http://www.aerar.de/2011/06/kinoto-copyright-und-urheberrechte/">kino.to, Copyright und Urheberrechte</a>&#8220;, &#8220;<a title="Wieder Urheberrecht: diesmal ACTA und so" href="http://www.aerar.de/2012/02/wieder-urheberrecht-diesmal-acta-und-so/">Wieder Urheberrecht: diesmal ACTA und so</a>&#8221; heraushören. Insofern ist nicht ausgeschlossen, sondern eher wahrscheinlich, das meine Argumente die Urheberseite bevorzugen könnten. Das darf man dann gerne anders sehen, denn dazu ist dieses Blog ein Diskussionsblog und dazu gibt es die Kommentarfunktion.</p>
<p>Disclaimer: <em>Ergänzend muss ich hinzufügen, dass es seit kurzem ein <a title="In Würde" href="http://www.aerar.de/2012/03/in-wurde/">Kurzgeschichten-Buch</a> von mir gibt und ich damit selber eine Art &#8220;kommerzieller&#8221; Urheber geworden bin.</em></p>
<p><strong>Weitere Artikel in dieser Serie:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Urheberrecht: Ist das ein Thema?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-ist-das-ein-thema/">Urheberrecht: Ist das ein Thema?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Wer streitet mit wem?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-wer-streitet-mit-wem">Urheberrecht: Wer streitet mit wem?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Worüber wird gestritten?" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-woruber-wird-gestritten">Urheberrecht: Worüber wird gestritten?</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Autorenrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-autorenrechte">Urheberrecht: Autorenrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Verwertungsrechte" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-verwertungsrechte">Urheberrecht: Verwertungsrechte</a></li>
<li> <a title="Urheberrecht: Kontrollmechanismen" href="http://www.aerar.de/urheberrecht-kontrollmechanismen">Urheberrecht: Kontrollmechanismen</a></li>
</ul>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/urheberrecht-ist-das-ein-thema/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<title>Wählerkontrolle</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/05/wahlerkontrolle/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 17:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<category><![CDATA[Wahllokal]]></category>

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Als ich heute in Schleswig-Holstein im Wahllokal ankam, war ich etwas verstört, dass die Wahlhelfer lediglich meine Wahlbenachrichtigung sehen wollten. Diese wurde dann zwar mit dem Wählerverzeichnis abgeglichen, trotzdem scheint es mir nicht allzu schwer, eine solche Benachrichtigung nachzumachen. Noch einfacher ist es natürlich, wenn ich mir gleich Wahlbenachrichtigungen aus fremden Briefkästen klaue und mehrfach [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Als ich heute in Schleswig-Holstein im Wahllokal ankam, war ich etwas verstört, dass die Wahlhelfer lediglich meine Wahlbenachrichtigung sehen wollten. Diese wurde dann zwar mit dem Wählerverzeichnis abgeglichen, trotzdem scheint es mir nicht allzu schwer, eine solche Benachrichtigung nachzumachen. Noch einfacher ist es natürlich, wenn ich mir gleich Wahlbenachrichtigungen aus fremden Briefkästen klaue und mehrfach wählen gehe. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass ich einen Ausweis lediglich benötigen würde, wenn ich keine Wahlaufforderung vorlegen würde. Das alles macht mir doch ein bißchen Angst, denn Wahlen sind ja nicht nur die Grundlage der Demokratie, sondern auch rechnerisch ist eine (geklaute) Stimme ja <a title="Was ist Deine Stimme wert?" href="http://www.aerar.de/2009/09/was-ist-deine-stimme-wert/">einiges wert</a>.</p>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/05/wahlerkontrolle/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<title>Urheberei</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/04/urheberei/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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Ich muss ja zugeben, dass es mich in den Fingern juckt, auch einmal meine Gedanken zum Urheberrecht zu sammeln und logisch strukturiert darzulegen, aber das erfordert doch einen etwas größeren Aufwand und es gibt derzeit soviele Stimmen und Meinungen, dass eine weitere wohl kaum auffallen würde. So beschränke ich mich auf die Rolle des Lesers [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Ich muss ja zugeben, dass es mich in den Fingern juckt, auch einmal meine Gedanken zum Urheberrecht zu sammeln und logisch strukturiert darzulegen, aber das erfordert doch einen etwas größeren Aufwand und es gibt derzeit soviele Stimmen und Meinungen, dass eine weitere wohl kaum auffallen würde. So beschränke ich mich auf die Rolle des Lesers und nachdem mein <a title="Geistiges “Eigentum”" href="http://www.aerar.de/2012/03/geistiges-eigentum/">letzter Beitrag</a> lediglich meine Verwunderung über die Qualität der Standpunkte wiedergeben sollte, will ich diesmal zwei Beiträge zum Lesen empfehlen:</p>
<ul>
<li><a title="20 Cent" href="http://hauckundbauer.blogspot.de/2012/04/20-cent-frankfurter-allgemeine.html">Am Rande der Gesellschaft: &#8220;20 Cent&#8221;</a> (Comicstrip)</li>
<li><a title="Zwischen armen Poeten und Lady Gaga: Skizze der aktuellen Urheberrechtsdebatte" href="http://carta.info/43029/zwischen-armen-poeten-und-lady-gaga-skizze-der-aktuellen-urheberrechtsdebatte/">Zwischen armen Poeten und Lady Gaga: Skizze der aktuellen Urheberrechtsdebatte</a> (etwas längerer Blog-Artikel)</li>
</ul>
<p><strong>Disclaimer</strong>: Was mir auffällt: nominell bin ich mittlerweile ja <a title="Ausverkauft bei Amazon" href="http://www.pooq.org/fyi/2012/04/ausverkauft-bei-amazon/">auch Urheber</a> geworden.</p>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/04/urheberei/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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		<item>
		<title>In Würde</title>
		<link>http://www.aerar.de/2012/03/in-wurde/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 10:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aerar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<category><![CDATA[Buch]]></category>

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Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: seit Kurzem ist mein Buch &#8220;Würde ist ein Konjunktiv&#8221; (ISBN 978-3-941552-14-2) beim Blaulicht-Verlag erschienen. Das Buch enthält 36 Texte über Politik, Gesellschaft und die Absurditäten des Alltags. Die Texte sind in vielen Fällen lustig, teilweise auch sehr ernst und in jedem Fall unterhaltsam. Insgesamt ist die Lektüre des Buchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: left; margin-right: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div style="float: right; padding-left:10px; padding-top:10px;"><a href="http://www.slampoet.de/buch_wuerde_ist_ein_konjunktiv.php"><img src="http://www.aerar.de/wp-content/uploads/2012/03/wuerde_ist_ein_konjunktiv1.jpg" alt="" title="wuerde_ist_ein_konjunktiv1" width="141" height="224" class="alignnone size-full wp-image-963" /></a></div>
<p>Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: seit Kurzem ist mein Buch &#8220;Würde ist ein Konjunktiv&#8221; (ISBN 978-3-941552-14-2) beim Blaulicht-Verlag erschienen. Das Buch enthält 36 Texte über Politik, Gesellschaft und die Absurditäten des Alltags. Die Texte sind in vielen Fällen lustig, teilweise auch sehr ernst und in jedem Fall unterhaltsam. Insgesamt ist die Lektüre des Buchs sehr kurzweilig und außer zum Selberlesen ist es auch als Geschenk gut geeignet.</p>
<p>Das Buch ist direkt auf der <a title="Blaulicht-Verlag" href="http://www.blaulicht-verlag.com/wuerde-ist-ein.html">Verlags-Webseite</a> erhältlich und kann außerdem im Buchhandel oder bei <a title="Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3941552147/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=1000katalo-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3941552147">Amazon</a> bestellt werden.Wenn jemand das Buch gelesen hat, freue ich mich natürlich über eine Rückmeldung und darüber, wenn man das Buch weiter empfehlt.</p>
<p><a href="http://www.aerar.de/2012/03/in-wurde/#flattr"><img src="http://www.pooq.org/b/flattr.png"></a></p>
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