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Statistisch falsch wiedergespiegelt

„Umfrage zur Silvesternacht: Jeder dritte Deutsche will Menschenmengen meiden“ titelt der Spiegel und greift dabei die Umfrageergebnisse aus dem ARD – „Deutschlandtrend“ auf, der auch in den tagesthemen zu sehen war. Und schon da hat es mich geärgert, weil diese Aussage derartig zusammenhangslos dargestellt beinahe zwangsläufig falsch interpretiert werden muss. Denn für sich genommen hat die Aussage erst mal keinen Wert, wenn man nicht gesagt bekommt, wie hoch der Prozentwert vor der Umfrage gewesen ist. Auch ich meide zum Beispiel gerne größere Menschenansammlungen, dies aber immer schon und nicht erst seit der Silvesternacht. Und ich vermute, viele andere haben ebenso...

Haftungs-Union

„Damit Bankeinlagen wirklich überall im Euroraum sicher sind, muss sichergestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns einer Bank unabhängig ist von ihrem Sitz“ – Mario Draghi drängt somit weiter auf die europäische Einlagensicherung. Was auf den ersten Blick gut und sozial klingen mag, ist jedoch nicht fair. Die EU wird damit ein weiteres Stück mehr zur Haftungs-Union. Solche einseitigen Ausgleichsbemühungen werden irgendwann zur Folge haben, dass sich nach England auch weitere gutgestellte Länder die Kosten-Nutzen-Frage stellen werden und einen Austritt aus der EU ins Auge fassen. Zumal sich an allen anderen aktuellen Problemen zeigt, dass die EU in der Praxis...

Schloss mit Lustig

Bis zu 360 Millionen Euro soll das Treffen einer Handvoll Politiker, das offiziell als „G7-Gipfel“ bezeichnet wird, kosten. Alles nur, weil die Bundesregierung beschlossen hat, das Treffen im richtigen Ambiente auf Schloss Elmau in Bayern abzuhalten. Zu den Kosten für dieses Ambiente summieren sich dann insbesondere die Sicherheitsmassnahmen für den nicht auf solche Treffen eingerichteten Ort. Nicht hinzugerechnet sind die Kosten und Einschränkungen für den einzelnen Bürger, die durch zusätzliche Absperrungen und Kontrollen anfallen. Wenn der normale Bürger in seiner Firma an einem solchen Arbeitstreffen teilnimmt, findet es meist in den eher kargen, doch dafür gedachten Räumen seiner Firma ein....

Nicht ganz schussecht

Nach anderthalb Jahren (vermutlich eher noch länger) hat die Bundeswehr nun anscheinend herausgefunden, dass das Standardgewehr G36, von dem sie etwa 180.000 Stück gekauft hat, merklich ungenau schießt, wenn es sich erwärmt. Dabei kann die Erwärmung durch die Benutzung der Waffe selbst oder aber auch durch Sonneneinstrahlung erfolgen. Vermutlich hätte jeder Laie ein entsprechendes Ergebnis auch innerhalb einer Woche nachweisen können. Die unglaublich lange Erkenntnisspanne der Bundeswehr zeigt wieder einmal, dass sie logistisch nicht in der Lage ist, die ihr anvertrauten Sach- und Geldmittel auf sinnvolle Art und Weise auszugeben oder zu verwalten. Das G36 wäre damit nur ein weiterer...