Markiert: Jan Fleischhauer

Das Ende der Polizeigewalt?

In seiner Kolumne stellt Jan Fleischhauer, wie ich es verstehe, die Frage, ob Politik und Öffentlichkeit die Polizei zu einer hilflosen und wehrlosen Memme gemacht haben. Nun teile ich eher selten die Einwürfe des Herrn Fleischhauer, doch zumindest ist auffällig, dass mit den Übergriffen von Köln und Leipzig gleich zwei Gewalteskalalationen einen öffentlichen Bereich in einer Großstadt kurzzeitig quasi zu einer rechtsfreien Zone gemacht haben. Allerdings ist die Frage in meinen Augen von einer etwas verqueren Logik geprägt. Denn für mich klingt es so, als vermisse Fleischhauer bei den einzelnen Beamten sowie deren Einsatzschaften einen fehlenden Willen zur bedingungslosen Härte,...

Münchau, Müller & Co

Nachdem ich mich sehr genervt über die Beiträge von Münchau, Müller und anderen SPoN-Kommentatoren geäußert habe, musste ich in letzter Zeit davon teilweise wieder Rückzieher machen. Nicht nur, dass ich bei Wolfgang Münchau plötzlich ein Licht am Horizont gesehen habe, auch Jan Fleischhauer musste ich plötzlich zumindest teilweise zustimmen. Und nun schreibt plötzlich auch Henrik Müller einen Artikel, dem ich fast vollständig zustimmen kann, in dem er die expansive Geldpolitik für Ihre Nutzlosigkeit anprangert. Woher der Meinungsumschwung kommt, ist mir nicht ganz klar. Haben die genannten Autoren plötzlich einmal die Lage überdacht und sind endlich zu einer Einsicht gekommen, hat...

Diskriminierung an Schulen

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Partei für die Argumentation von Jan Fleischhauer ergreifen würde, aber die Reaktionen gegen seinen Text über Inklusion an Schulen stoßen mir doch etwas sauer auf. Weil ich gerade knapp an Zeit bin und eigentlich auch keine Lust habe, mich in so einem moralisch aufgeladenen Themenstrang zu verlieren, will ich nur ein paar unreflektierte Stichworte einwerfen, die mir zu dieser (und ähnlichen) Debatte(n) einfallen: Allgemein über Diskussionen über moralische Prinzipien: * „Gutmenschen gegen Nazis“: Diskussionen werden lagerbasiert und polemisch geführt. Einzelfälle dienen beiden Seiten als Beleg für Allgemeingültigkeit. Sachliche Argumente werden auf einer intellektuellen oder...

Peinliche Spiegelkolumnen

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mich nicht mehr über die Spiegelkolumnen und -kommentare aufzuregen (siehe auch „Nicht einknicken, „Was Merkel machen muss„), weil dort zu viele Autoren zu Wort kommen, die in meinen Augen nicht in der Lage sind, vernünftig zu schreiben. Diese produzieren meiner Meinung nach inhaltliche Lachnummern ohne nachvollziehbare logische Struktur am Fließband, so dass das Lesen zu einer Grenzerfahrung zwischen Lachreiz und Brechreiz wird. Im Prinzip kann ja jeder (fast) alles schreiben, was er will, doch wenn SpOn eine Plattform dafür liefert, klingt das leider für zu viele Leute immer noch, als wäre das ernsthafter Journalismus. Aber...