Markiert: Mario Draghi

Abschaffung der 500-Euro-Scheine

Die aktuelle Vertrauenskrise ihrer Bürger hat anscheinend immer noch nicht dazu geführt, dass die Europäische Union sich einmal prinzipiell Gedanken über die Glaubwürdigkeit ihrer Institutionen machen würde. Sicherlich sind die Probleme auf europäischer Ebene komplex und vielschichtig, doch selbst bei den einzelnen Problemen versäumt es die EU in meinen Augen immer wieder, seine Bürger mit ins Boot zu holen. Ein kleines Beispiel für solch ein kleineres Einzelproblem ist für mich etwa der scheinbar aus dem Nichts kommende Plan der EZB, die Abschaffung der 500-Euro-Scheine zu prüfen. Die Kosten dafür lägen wohl nach ersten Schätzungen mindestens im Bereich von einer halben...

Haftungs-Union

„Damit Bankeinlagen wirklich überall im Euroraum sicher sind, muss sichergestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns einer Bank unabhängig ist von ihrem Sitz“ – Mario Draghi drängt somit weiter auf die europäische Einlagensicherung. Was auf den ersten Blick gut und sozial klingen mag, ist jedoch nicht fair. Die EU wird damit ein weiteres Stück mehr zur Haftungs-Union. Solche einseitigen Ausgleichsbemühungen werden irgendwann zur Folge haben, dass sich nach England auch weitere gutgestellte Länder die Kosten-Nutzen-Frage stellen werden und einen Austritt aus der EU ins Auge fassen. Zumal sich an allen anderen aktuellen Problemen zeigt, dass die EU in der Praxis...

Stochern im Nebel

Das Problem der großen Wirtschaftstheorien ist immer, dass sie nur Theorien sind und die Wirklichkeit viel komplexer. Schlimmer noch: die Theorien der sogenannten Wirtschaftswissenschaftler führen zumeist dazu, dass die Theorien der guten deutschen Hausfrau, welche sich zumindest nachvollziehbar erklären lassen, allesamt auf den Kopf gestellt und für nichtig erklärt werden. Wirtschaftswissenschaft und Aktiengeschäfte sind in meinen Augen immer entweder Insider- und Klientelgeschäfte und damit Betrug oder reines Casino. Da unter der Vielzahl der Theorien jedoch auch immer eine darunter ist, die sich für einen konkreten Fall gerade als richtig erweist, scheint es dann im Rückblick immer so zu sein, als...

Pro oder Contra

Der SpOn verfährt mit seinen zahlreichen Kolumnen und Kommentaren seit längeren die Taktik, bei vielen Themen zweigleisig zu fahren und einmal diese und einmal jene Meinung zu propagieren. Auch wenn es in meinen Augen das vornehmste Ziel eines Nachrichtenportals ist, möglichst untendenziös und sachlich Fakten zu berichten, halte ich die persönliche und individuelle Meinung prinzipiell für einen guten Beitrag zur Meinungsbildung. Bei SpOn geschieht dies allerdings häufig in Form von nicht in Zusammenhang gebrachten Einzelbeträgen, die ich zudem zumindest im Feedreader zunächst einmal nicht als Meinungsbeiträge gekennzeichnet erkenne. Das finde ich widerum etwas nervig, zumal ich dann häufig Kommentarartikeln etwa...