Verschlagwortet: Mario Draghi

Münchhausen-Politik

Ich weiß nicht, ob ich das Wortspiel mit Wolfgang Münchau und dem Baron von Münchhausen schon einmal gemacht habe, aber diesmal scheint es mir doch angebracht: die europäische Wirtschaft solle sich denn nun endlich mal am eigenen Schopfe packen und sich selbst aus dem Sumpf der Wirtschaftskrise ziehen. Bei derartiger Wirtschaftspolitik bleibe ich dabei, dass es einfacher ist, wenn jeder Europäer sich künftig einfach selbst sein Geld malen würde. Das wäre viel unmittelbarer und würde Krise, Armut und Deflation effektiv bekämpfen. Aber vermutlich wird nicht einmal das ausreichen, da wir ja auch noch ein „volkswirtschaftliches Nachfrageproblem“ haben. Die Menschen würden...

Schleichende Enteignung

Ich weiß nicht, ob man sich in guter Gesellschaft befindet, wenn man in Teilen mit der Bayernpartei übereinstimmt, allerdings würde ich auch noch nicht so weit gehen, aus dem Euro aussteigen zu wollen. Trotzdem ist der Euro mir eine Währung, mit der ich nicht wirklich warm werden kann, wenn sie zwischen den Interessen der einzelnen Ländern verwässert und zerrieben wird. Wenn ein Herr Draghi mal so nebenbei eine Zinssenkung verkündet, „um die Wirtschaft zu retten“, dann ist das eine sehr nebulöse Maßnahme gegen hausgemachte Probleme. Sehr konkret sind jedoch die Folgen für konservative Anleger: ein viertel Prozent weniger Zinseinnahmen und...