Markiert: Peer Steinbrück

Abgefuckt

Da hat es Peer Steinbrück so gut gemacht in der letzten Zeit, im Kanzlerduell und noch mehr in der sogenannten Kandidatenarena, und jetzt das. Mit dem Bild hat Steinbrück sich wieder mal ein gehöriges Eigentor geschossen und ich frage mich da immer, wo da die Wahlkampfberater sind, die doch langsam wissen müssen, dass die bei ihrem Kandidaten immer wachsam sein müssen. Oder war das ein gezielter Werbeversuch um die Nichtwähler, um sie mit einem coolen „Fuck … (was eigentlich?)“ zu motivieren. Aufregung wird es jetzt wieder geben und der Kandidat ist wieder im Rampenlicht – aber denkt bei der SPD...

Abgekanzlert

So sehr ich Peer Steinbrück einst gelobt habe, desto mehr festigt sich bei mir die Überzeugung, dass Peer Steinbrück kein guter Bundeskanzler sein wird. Denn Bundeskanzler ist keine Ego-Show. Dass Peer Steinbrück von sich überzeugt zu sein scheint und ein offenes Wort nicht scheut, ist bereits öfter zu Tage getreten. Im Prinzip ist dies sogar ein guter Kontrapunkt zur verstohlenenen Hinterzimmerpolitik der Kanzlerin. Doch Steinbrück kennt die Grenzen nicht und kompromittiert auf diese Weise das Bundeskanzleramt, wie es zuvor Christian Wulff mit dem Amt des Bundespräsidenten getan hat. Das Amt des Bundeskanzlers ist für mich in erster Linie eine Berufung...

Zu späte Einsicht

Peer Steinbrück gehörte meiner Meinung nach immer zu den glaubwürdigeren Politikern, der sich nicht scheute, auch mal ein offenes Wort zu wagen. Und auch diesmal gibt er die Richtung mit einem Positionspapier vor, in dem er fordert, dass Banken große Summen in einen eigenen Fonds zu ihrer Rettung einzahlen sollen, um im Rettungsfall nicht wieder den Steuerzahler belasten zu müssen. Noch wichtiger als das fordert er, das Investmentbanking organisatorisch vom Kredit- und Einlagengeschäft der Finanzinstitute zu trennen. Also einfach ausgedrückt, Banken zu spalten in einen „Casino-Teil“, der nicht rettungswürdig ist und einen seriösen Teil, der die Kriterien der Systemrelevanz erfüllt....

Wahlverwandschaften

Wenn man die aktuellen Wahlumfragen betrachtet, so scheint die Wahl bislang noch nicht entschieden. Nicht vergessen ist dabei die spektakuläre Aufholjagd der SPD im Jahre 2002 unter Gerhard Schröder gegen Edmund Stoiber. Auch derzeit sieht es eher schlecht aus für die SPD. Die aktuellen Zahlen von Forsa (andere Institute liegen ähnlich) lauten: CDU/CSU 37%, SPD 24%, FDP 12%, Grüne 11%, Linke 10%, Sonstige 6% Damit sind rechnerisch sechs verschiedene Regierungskoalitionen vorstellbar: Schwarz-Gelb: ist vermutlich ausgemacht, wenn die Stimmen reichen. Allerdings scheint Angela Merkel in dieser Sache nicht ganz so enthusiastisch zu sein wie Guido Westerwelle. Schwarz-Rot („Große Koalition“): die wahrscheinlichste...