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Spon-Kolumne: Aufstieg der Rechtspopulisten

Wenn ich die Kommentare und die Kolumnenliste bei SpOn richtig verstehe, hat Wolfgang Münchau als Spiegel Kolumnist abgedankt. So richtig traurig bin ich darüber vermutlich nicht, weil Münchau in meinen Augen so viel Unsinniges geschrieben hat, dass es mir nach einer Weile nicht einmal mehr Spaß machte, seine Kolumnenbeiträge zu hinterfragen. Allerdings meine ich mich dennoch grob zu erinnern, dass Münchau in der letzten Zeit auf gar nicht so einem schlechten Weg gewesen ist und zumindest einmal damit begonnen hatte, die EZB-Politik kritisch unter die Lupe zu nehmen. Nun gibt es anscheinend einen neuen Kolumnisten namens Thomas Fricke. Dem Titel...

Die Welt steuert auf den Bankrott zu…

… schreibt SpOn. Doch bevor ich da Panik kriege, denke ich kurz: „hoffentlich Münchau oder Müller“. Zum Glück ist es Henrik Müller. Alles ist gut. Ich überfliege noch kurz den Artikel. Wenn ich’s recht verstanden habe, geht es darum, dass wir mehr Schulden machen sollen, weil unser Problem ist, dass wir viel zuviele Schulden haben. Oder so. Ganz sicher bin ich nicht, aber wenigstens wieder beruhigt.

Keine Zeit für große Gefühle

Es ist schon erstaunlich, wie die Medien versuchen, auf die Stimmung der Öffentlichkeit und der verantwortlichen Politiker einzuwirken. Sicherlich ist auch die Meinungsbildung ein Teil ihrer Aufgabe, doch für wesentlich wichtiger halte ich die neutrale sachliche Information. Vielleicht ist die Eurokrise den Medien auch zu kompliziert, um sie ihren Konsumenten zu erklären, doch dieser Mangel lässt sich dann eben nicht einfach durch mehr oder weniger begründete tendenziöse Meinungsmache ersetzen. Doch allein bei Spiegel Online gibt es heute gleich zwei dieser teilweise unterschwelligen Appelle an Angela Merkel und an Wolfgang Schäuble, die in ihrem Tenor anzudeuten scheinen, dass Wolfgang Schäuble aus...

Später Kommentar

Ein Kommentar fasst ja immer mehr oder weniger aktuelle Ereignisse aus einer meist persönlichen Sicht zusammen. Trotzdem bin ich etwas verwundert, dass Spiegel Online  erst jetzt einen Kommentar zu den Griechenland-Reparationsforderungen bringt. Dabei hatte ich gedacht, dass ich schon eher spät dran bin und inhaltlich steht auch nicht viel anderes drin als in meinem Kommentar zum selben Thema. Fast habe ich schon geglaubt, dass ich da einen Anstoß gegeben habe, denn schließlich greifen die etablierten Medien anscheinend gerne mal Berichte aus der Blogosphäre auf – aber vermutlich bin ich da bei Weitem nicht bekannt genug. Und falls doch, fände ich...