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Donald Trump ist nicht verrückt

Wie ich es erwartet habe, ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika eindeutig gewählt worden. Dass es Donald Trump geworden ist, hat mich nicht wirklich überrascht. Zu dicht war das Kopf an Kopf-Rennen im Wahlkampf, trotz aller rhetorischen und menschlichen Ausfälle des Kandidaten. Zu unsicher waren die Prognosen um unausgeschöpfte Wählerreservoirs, trotz aller Wahlkampfanstrengungen des Clinton-Lagers. Zu sicher waren sich die Anhänger der „alten Demokratie“, nicht zuletzt in Europa und Deutschland, dass es getreu nach dem rheinischen Motto schon irgendwie gut gehen würde. Und so konnte man, ähnlich wie bei der Entscheidung über den Brexit, in Europa abends...

Gewalt in Amerika

Der Umgang mit Gewalt in Amerika erstaunt mich immer wieder. Zur Zeit geht es um einen Polizisten, der eine Schülerin gewaltsam aus einem Klassenraum getragen hat, nachdem diese sich geweigert hat, den Unterrichtsraum freiwillig zu verlassen. Wegen dieser „brutalen Attacke“ wurde der Polizist zunächst suspendiert und mittlerweile entlassen. Sicherlich ist das Verhalten des Polizisten in keinem Fall gutzuheißen und entsprechend zu ahnden, doch andererseits erkenne ich auf dem Video des Übergriffs auch keine unbegrenzt ausufernde Gewalt. Irgendwie passt hier für mich die Verhältnismäßigkeit im Umgang mit Polizeigewalt nicht richtig zusammen, da ich bislang den Eindruck gewonnen habe, dass Polizisten selbst...

Terror in Amerika

Es scheint kein Tag in den Vereinigten Staaten zu vergehen, an dem nicht unschuldige Bürger auf offener Straße oder in ihren Häusern ermordet werden. Allein in den letzten Tagen gab es ein Massaker am Umpqua Community College in Oregon mit neun Toten und einen Elfjährigen, der eine Achtjährige Mitschülerin erschossen hat. Neben der pflichtschuldigen Bestürzung ist die Reaktion in den USA jedoch gleich null. Keine Achse des Bösen, die gebrandmarkt wird und kein Dollar, der für den Krieg gegen den Terror in die Hand genommen wird. Dies ist erstaunlich, da die USA jederzeit bereit scheinen, ihre Truppen in jedes noch...

Verantwortung übernehmen

Wenn die Linken-Politiker Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch die USA und Ihre westlichen Verbündetenals einen Schuldigen an der Flüchtlingskrise ausmachen, haben Sie sicher nicht ganz unrecht, denn tatsächlich haben die von den USA begonnenen Golfkriege die Region nachhaltig destabilisiert und zumindest das jetzige Machtvakuum im Irak wesentlich mitverursacht. Die Frage nach der Schuld ist allerdings moralisch und auch rechtlich nicht ganz so einfach. Denn letztlich sind es ja nicht die USA, die in Syrien und im Irak einen Bürgerkrieg gegen die Zivilgesellschaft führen 1. Sicherlich haben die USA durch ihre egoistischen Invasionen der Vergangenheit die Vorraussetzungen für die nun grassierenden...