Gerechtigkeit
Aus Aerar - Politischer Programmentwurf
1. Das Handeln der Regierung soll gerecht sein
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Erklärung
zu 1.
So einfach und selbstverständlich wie diese Aussage formuliert ist, so schwierig ist sie zu erfüllen.
Definition der Gerechtigkeit
Bereits die Frage, was in einer konkreten Frage "gerecht" ist, ist schwierig und in den meisten Fällen kaum einhellig zu beantworten. Wichtige Voraussetzung für Gerechtigkeit sind auf jeden Fall Einfachheit und Transparenz, die es überhaupt erst ermöglichen, eine Maßnahme zu verstehen und damit zu beurteilen.
Bei der Erstellung von gerechten Kriterien sollen sachliche und belegbare Argumente entscheidend sein. Da Gerechtigkeit jedoch gleichzeitig eine emotionale Empfindung ist, muss diese ebenso berücksichtigt werden. Dazu muss die Empfindung durch sachliche Begründung widerlegt werden und geprüft werden, ob sich aus den emotionalen Vorbehalten sachliche Argumente ableiten lassen. Ein Kriterium für Ungerechtigung ist eine deutliche Ungleichstellung. Hier muss sorgfältig geprüft werden, ob eine derartige Ungleichstellung eine sachliche Grundlage hat. Da Gerechtigkeit ein vielschichtiges Phänomen ist, muss sichergestellt werden, dass alle relevanten Argumentionen berücksichtigt werden. Dies kann, muss aber nicht, im Gegensatz zum Grundsatz der Einfachheit führen.
Begründung
zu 1.
Der Begriff Gerechtigkeit ist nicht immer einvernehmlich zu bestimmen und daher ist es besonders wichtig die Kriterien für Gerechtigkeit sorgfältig zu bestimmen und darzustellen. Das Gefühl, dass Entscheidungen insgesamt gerecht sind ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sie akzeptiert und befolgt werden, wohingegen Ungerechtigkeiten ein Gefühl von Ohnmacht und Poliktikverdrossenheit erzeugen können.
Links
- 2010, 05. Mai: Aerar-Blog: Wiki: Leitlinien
