Dagegen ist auch OK

Sascha Lobo schreibt bei SPON über die „Die Dagegen-Öffentlichkeit„. Gar nicht mal dumm, darum will ich das gerne ergänzen und kommentieren. Dagegen sein sei eben leichter als für etwas zu sein, sagt er. Das stimmt zwar genau nicht, wenn man die von ihm falsch zurechtgebogene Guttenberg-Fürsprache betrachtet. Aber es stimmt in den allermeisten Fällen, dass man als Dafürseiender meist lediglich nach einer Begründung gefragt wird. Dass selbst das nicht immer klappt hat ebenfalls der Fall Guttenberg deutlich gezeigt:

Wer jedoch dagegen ist, muss nicht nur begründen, sondern Alternativen bieten. Und das ist schwer, wie ich an meinem eigenen politischen Programmentwurf merke, der ein so großes Unterfangen ist, dass er nur sehr langsam voran kommt. Aber zum Glück stimmt es gar nicht, dass man selber ein Energiekonzept vorlegen muss, wenn man Kernkraft für zu gefährlich hält. Denn „dagegen“ ist eine Meinungsäußerung, eine Warnung und eine Rückmeldung, die hilft, Fehler zu erkennen und zu vermeiden. Die Verantwortung, diese Vorbehalte zu berücksichtigen und es womöglich besser zu machen, verbleibt dennoch weiterhin bei denen, deren Aufgabe es ist, vernünftige Vorschläge zu entwerfen und umzusetzen, denn genau dafür werden sie bezahlt.

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