24 Mai, 2013 (14:44) | Medien, Politisches Handwerk | By: Aerar
Das die taz eine eigene Art hat, über Dinge zu berichten, sei ihr unbenommen und ist auch gut und richtig. Allerdings scheint es im Hause einige sprachliche Defizite zu geben. Neben dem verunglückten Versuch, die Gender-Sprache zu benutzen, versucht sich die Zeitung außerdem in der Vergabe von unangebrachten Spitznamen, die nicht mal auf dem Schulhof lustig wären. Man darf unseren Verteidigungsminister Thomas de Maizière gerne und vermutlich zu Recht dafür kritisieren, dass er vermutlich mindestens 100 Milionen Euro verbrannt hat. Man kann deswegen seine Kompetenz in Zweifel ziehen und seinen Rücktritt fordern. Doch ihn als “Drohnen-Thomas” zu bezeichnen, ist kindische Polemik, die weder gut für den Politikstil noch für die Glaubwürdigkeit der taz ist.
Tags: Drohnen, Polemik, taz, Thomas de Maizière
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23 Mai, 2013 (15:13) | Ausland, Medien, Soziales | By: Aerar
Die taz schafft es innerhalb eines Artikels mir gleich zwei Gedanken zu präsentieren.
Die gute Idee: Einkommen an Mitarbeitereinkommen koppeln
Im Artikel wird von nicht ganz unkonkreten Plänen in der Schweiz berichtet, das Gehalt von Managern so zu deckeln, dass sie maximal 12-mal mehr verdienen als der Mitarbeiter mit dem geringsten Einkommen. Gerade unter dem Blick der sozialen Verantwortung, die man von Unternehmen allgemein einfordert, aber selten abverlangt, wäre das mal ein wirklich greifbarer und praktikabeler Schritt.
Die schlechte Idee: Gender-Speak
Unangenehm fällt auf, dass die taz zugleich versucht, die absolut alberne Geschlechter.gerechte Sprache zu verwenden. So ist zum Beispiel von “PolitikerInnen” zu lesen und es gibt Sätze wie “
Die ursprünglich von den eidgenössischen Jungsozialisten lancierte Initiative fordert eine Verfassungsbestimmung, wonach künftig kein Unternehmenschef pro Monat mehr Gehalt, Bonizahlungen, Aktienanteile oder andere geldwerte Leistungen erhalten soll, als seinE MitarbeiterIn mit dem niedrigsten Lohn pro Jahr erhält.” - Was sich gleich selbst ad absurdum führt und die Vermutung nahelegt, dass Jungsozialisten und Unternehmenschefs stets männlichen Geschlechts sind.
Tags: Gehalt, Gender, Schweiz, Sozial, taz, Volksabstimmung
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23 Mai, 2013 (14:46) | Internet, Wirtschaft | By: Aerar
“Die neuen Telekom Tarife sind da!”
verkündet die Werbebroschüre, die heute als Postwurfsendung kam. Darin gibt es zum Beispiel das Paket “Complete Comfort M” neben Telefon Flat, SMS Flat und HotSpot Flat inklusive “Daten Flat mit 1 GB”. Dazu sagt die Fußnote: “Ab einem Datenvolumen von 750 MB wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 KBit/s (Download) und 16 KBit/s (Upload beschränkt.” Das Paket kostet 39,96 Euro im Monat (ohne Handy). Auf Netzpolitik gibt es eine Grafik, die zeigt, was man mit 75 GB im Monat machen kann. Die Angaben dort kann man also getrost durch 100 teilen!
Wer mehr “Flatrate” braucht kann auch für 99,95 Euro im Monat das “Complete Comfort XXL” mit ein paar Extras mehr und “sagenhaften” 5 GB Datenvolumen vor der Drosselung wählen.
“Mach dir deinen Tarif, wie er dir gefällt.”
empfiehlt mir das Prospekt auf seiner letzten Seite. Mach ich - aber ganz bestimmt nicht bei der Telekom.
Tags: Drossl, Flatrate, Telekom
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14 Mai, 2013 (12:34) | Innere Sicherheit, Medien | By: Aerar
Nun wollen also grüne Politiker den Tatort genauer beobachten und eventuelle Rechtverstöße in der Handlung öffentlich machen. Natürlich sollte man dabei nicht allzu kleinkariert sein, aber prinzipiell finde ich ja auch, dass das eine gute Idee ist.
Tags: Fernsehen, Polizei, Tatort
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9 Mai, 2013 (16:35) | Wahlen | By: Aerar
Der Gemeindewahlkampf ist gleich gut gestartet. Gegenüber hängen ein Plakat von den Linken (”Butter bei die Fische”) und von der CDU (mit einem Bild von einem Herrn Stein). Da ahnt man schon: Themen-Wahlkampf fällt auch dieses Jahr wieder aus. Wenn jemand wenigstens mal behaupten würde, die Verkehrssituation in der Stadt zu verbessern, dann hätte ich ihn schon so gut wie gewählt.
Tags: CDU, Die Linke, Gemeindewahl, Plakat, Wahlkampf
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2 Mai, 2013 (14:16) | Ausland, Finanzen | By: Aerar
Aktionismus scheint das einzige was der EZB auf der Flucht vor der Politik noch einfällt und hat abermals den Leitzinssatz gesenkt. Eine völlig unsinnige Entscheidung, da es bereits genug und sehr billiges Geld gibt. Das Problem liegt nicht am Leitzins, sondern daran, dass das billige EZB-Geld von den Banken nicht an die potentiellen Kreditnehmer weiter gereicht wird.
Irrigerweise hatte ich im Vorfeld gehofft, die EZB würde die Zinssenkung auslassen, und sei es allein um das Pulver ein wenig trocken zu halten, wenn es wirklich schlimm kommt. Diese gemeinsame europäische Wirtschaftsplanung wird mir auf jeden Fall immer unsympathischer. Vielleicht ist es doch keine schlechte Idee, die Wiedereinführung der D-Mark zu fordern, zumindest, wenn es bedeutet, dass man anstelle der EZB wieder auf die soliden Dienste der Bundesbank vertrauen kann.
Tags: Bundesbank, Euro, Europa, EZB, Leitzins
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2 Mai, 2013 (13:02) | Ausland, Wirtschaft | By: Aerar
Waffen töten nicht, sondern die Menschen am Abzug tun es. Und so werden in Amerika eben regelmäßig schon Kinder zu Tätern und zu Opfern. Aber das ist nichts, was die Waffenlobby beunruhigen müsste, denn schließlich ist das kein Systemfehler, sondern ein bedauerlicher Einzelfall von menschlichem Versagen.
Tags: Lobby, USA, Waffen
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2 Mai, 2013 (12:45) | Internet | By: Aerar
Wer bislang geglaubt hat, dass es schon nicht so schlimm werden wird: die Telekom meint es anscheinend genau so wie spekuliert und befürchtet. Und wer glaubt, von einer Drosselung nicht betroffen zu sein, sollte zur Kenntnis nehmen, dass noch genügend Parameter offen sind, um die Maßnahmen feinzujustieren. Es ist davon auszugehen, dass die Telekom so weit gehen wird, wie es ohne größere Probleme möglich ist.
Insofern drückt man nicht einfach nur einen Protest aus, sondern schützt sich eventuell selbst vor einer Bauchlandung bei Internetanschlüssen, wenn man den angedeuteten Tarifwechsel nutzt, um sauber bei der Telekom aus dem Vertrag zu kommen. Ähnliches gilt entsprechend für andere Anbieter mit Drosselplänen (hier hat jemand eine Momentaufnahme dazu).
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1 Mai, 2013 (18:30) | Medien, Recht | By: Aerar
In meinen Augen war es eine selten dämliche und schon fast trotzig anmutende Entscheidung der zuständigen Richter beim Oberlandesgericht München, die Presseplätze im NSU-Prozess allesamt neu auszulosen, anstatt wie vom Verfassungsgericht angedeutet, einfach drei zusätzliche Plätze für ausländische ,bzw. speziell türkische, Medien zu schaffen.
Jedoch verdeutlicht diese Farce ein grundsätzliches Problem, nämlich dass es einem Gericht gar nicht möglich ist, überbuchte Presseplätze gerecht zu vergeben, ohne eine eigene Wertung vorzunehmen und damit die Pressefreiheit zu beeinflussen. Wie soll ein Gericht denn Relevanz, Kompetenz oder gar Betroffenheit von Medien bestimmen? Ich halte es daher auch weiterhin für falsch, ein prinzipielles Vorrecht für ausländische Medien zu postulieren. Natürlich bin ich persönlich der Meinung, dass es unsinnig ist, einzelnen Privatjournalisten und Lokalmedien Plätze auf Kosten von anerkannten überregionalen Medien anzubieten. Auch hilft es in meinen Augen nichts, die Brigitte zu verteidigen - auch ihre Berücksichtigung und allein ihre Bewerbung halte ich für eine Frechheit, die mich dazu veranlasst, einigen Leuten zu raten, das Abo dieser Zeitung zu kündigen. Fast ärgere ich mich, mich nicht aus Daffke selbst beworben zu haben - und zwar nicht mit diesem politischen Blog, sondern mit meinem Abalathes-Blog, was ja schließlich auch ein Medium ist.
Lösen lässt sich das Problem nur, wenn, etwa in Form eines Web-LiveStreams, wirklich alle Menschen Zugang zum Prozess haben. Dann könnte sich auch jeder selbst eine durch Medien ungefilterte Meinung bilden. Solange das deutsche Recht so etwas nicht zulässt oder gar verpflichtend vorschreibt, wird das Zuteilungsproblem weiterhin nicht lösbar bleiben.
Tags: Brigitte, Landgericht München, Livestream, NSU, Presse, Prozess
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30 April, 2013 (16:35) | Internet | By: Aerar
Ein wenig sprunghaft geschrieben und wenn überhaupt, nur sehr dünn begründet, aber dafür ist “dummdeuten” eine recht schöne Wortschöpfung: Breitbandausbau: Die Stunde der Dummdeuter.
Tags: Breitband, Frankreich, Glasfaser, Netzpolitik, Sascha Lobo, Telekom
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