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Abschaffung der 500-Euro-Scheine

Die aktuelle Vertrauenskrise ihrer Bürger hat anscheinend immer noch nicht dazu geführt, dass die Europäische Union sich einmal prinzipiell Gedanken über die Glaubwürdigkeit ihrer Institutionen machen würde. Sicherlich sind die Probleme auf europäischer Ebene komplex und vielschichtig, doch selbst bei den einzelnen Problemen versäumt es die EU in meinen Augen immer wieder, seine Bürger mit ins Boot zu holen. Ein kleines Beispiel für solch ein kleineres Einzelproblem ist für mich etwa der scheinbar aus dem Nichts kommende Plan der EZB, die Abschaffung der 500-Euro-Scheine zu prüfen. Die Kosten dafür lägen wohl nach ersten Schätzungen mindestens im Bereich von einer halben...

Inzwischen in Griechenland

Nicht nur in Italien, sondern auch in Griechenland werden Reformen vorangetrieben. Auch hier ist es zunächst ein gutes Zeichen, welches langfristig zu größerer finanzieller Stabilität in Europa führen kann. Da Griechenlands Wirtschaft im Vergleich zu den meisten anderen Eurostaaten besonders angegriffen ist, bleiben jedoch weiterhin die Fragen offen, ob Griechenland überhaupt auf konventionelle Weise sanierbar ist und inwieweit Griechenland in der Lage und Willens ist, beschlossene Reformen in der Praxis auch konsequent und effektiv umzusetzen.

Ende des Kaspertheaters

Allzuverständlich wird beim Bezug auf Griechenland in der Eurokrise der Begriff der Tragödie bemüht, doch leider sehe ich derzeit nur noch Kasperletheater, weshalb mir der historische Hintergrungsbezug verwehrt bleibt. Aber nichts anderes ist der Verstoß von Alexis Tsipras in meinen Augen, die Griechen am 05.Juli ein Referendum über die Bedingungen der Gläubiger abhalten zu lassen. Dabei ist es ja möglicherweise sogar eine gute Idee, zumindest aus Sicht der griechischen Regierung, das Volk noch einmal direkt einzubeziehen, wenn es um entscheidende Zukunftsfragen geht. Nur kommt dieser Vorschlag zu spät. Denn letztlich geht es darum, das Auslaufen des Hilfspakets abermals herauszuzögern und...

Dinge könnten Feuer fangen

Dieser „sehr persönliche Hilferuf“ erscheint mir so unverholen unverschämt, wie die Mafiosi im bekannten Monty Python-Sketch. Nur nicht ganz so lustig, obwohl ich eine Weile überlegen musste, um mich zu entscheiden, dass es sich wohl nicht um eine Satire handelt. Sicherlich ist die Griechenlandkrise ein ernstes Problem, bei dem es nicht nur darum gehen kann, ein Exempel zu statuieren. Aber ein Freundschaftsdienst wird es wohl auch nicht mehr werden.