Markiert: Steuern

Die Schwarze Null: Henne oder Ei

Die schwarze Null gehört nicht zu Deutschland, suggeriert Thomas Fricke in Anlehnung an die Islam-Debatte launig in seiner Spiegel-Kolumne. Recht hat er, denn sicherlich gibt es keinen Automatismus in Deutschland, der das Resultat des Jahreshaushalts vorgehen würde oder auch nur sinnvoll könnte. Nur verliert man bei der Diskussion um die schwarze Null allzuleicht die viel wichtigere Basislinie (wenn man so will die „Nulllinie“) ausser acht, die nämlich bestimmt, wie ausgeglichen der Haushalt denn langfristig sein muss, um solide Staatsfinanzen zu gewähren. Die Diskussion um die schwarze Null wird von Ihren Kritikern stets wie folgt geführt: „Die letzten Jahre hatten eine...

Weniger Besuche vom Steuerberater

Es könnte eine schöne Meldung sein, wenn Steuerfahnder weniger prüfen müssen. Allerdings dann, wenn der Grund etwa wäre, dass die Steuergesetze mittlerweile so einfach verständlich wären, dass das Prüfen jetzt schnell von der Hand geht und Betrug ohnehin fast ausgeschlossen. So bedeutet es wohl, dass staatlich befördert, noch mehr Steuerhinterzieher durch die Maschen schlüpfen. Dass Hessen wieder mal ganz vorne dabei ist, wundert dabei wenig.

Am Steuerrad drehen

Ich finde ganz so falsch liegt Christian Rickens mit vielen seiner Argumente zum Einsatz der Steuern gar nicht, sofern man zumindest die von ihm angedeuteten Fakten glaubt. Was ist jedoch logisch nicht nachvollziehen, weshalb er nach seiner Definition gerechtere Steuern als Gegenmodell zu mehr Steuern aufstellt. Die Gesamthöhe der Steuern ist letztlich eine andere Kategorie als gerechte Steuern. Insofern scheint die Entscheidung für gerechtere Steuern für die meisten Menschen klar zu sein, wenn auch alle etwas anderes darunter verstehen. Ob es insgesamt mehr oder weniger Steuern sein müssen, ist eine ganz andere Frage. In Anbetracht der Haushaltslage wäre ich derzeit...

Erbschaftsteuer verfassungswidrig

Quasi als Nachtrag zu meinen Überlegungen zur Erbschaftssteuer, hier noch ein Urteil des Bundesfinanzhofs, dass das geltende Erschaftsrecht in seiner jetzigen Ausgestaltung für verfassungswidrig hält und darum zur Überprüfung an das Bundesverfassungsgericht weiter geleitet hat. Grund ist die Tatsache, das Erben von Betrieben anhand von Gesetzklauseln in starkem Maße von der Erbschaftssteuer befreit sind. Auch privates Vermögen können man auf diese Weise recht problemlos und steuerfrei übertragen. Natürlich wird es genügend Finanzanwälte geben, die diese Tricks kennen, so dass anzunehmen ist, dass das vermutlich verfassungswidrige Schlupfloch auch weit verbreitet genutzt wird.