Markiert: Angela Merkel

Schlaf weiter, hier gibt’s nichts zu sehen

Nicht so ganz ausgereift wirkt für mich die Kritik Jakob Augsteins in seiner SpOn-Kolumne „Dr. Merkels Schlaflabor“. Zumindest erscheinen mir die Aussagen, Angela Merkel klammere sich an die Macht und habe jede Bodenhaftung verloren doch einigermaßen zusammenhangslos und deplatziert. Sicherlich kann man im Sinne einer lebendigen Demokratie bedauern, dass sich die Unionsparteien und Angela Merkel dem Wahlkampf nicht ohne einigen Mutwillen zu entziehen scheinen. Doch warum sollen sie ohne Not einen Wahlkampf ins Leben rufen, den sie nach aller Vorraussicht bereits jetzt kampflos gewonnen haben. Dies ist die Aufgabe der Opposition, dies ist vielleicht auch die Aufgabe der Medien und...

Der Friedensnobelpreis geht nach Tunesien

Meine Vermutung, dass Angela Merkel aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingsfrage, heute tatsächlich den Friedensnobelpreis erhalten könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Stattdessen geht der Preis an eine Demokratieinitiative in Tunesien. Auch, wenn ich die Arbeit der Preisträger konkret nicht beurteilen kann, denke ich, dass in jedem Fall thematisch der Preis auf diese Wiese gut und auch für langfristigeren Einsatz vergeben worden ist. Zwischen den Zeilen kann man eventuell auch durchhören, dass Angela Merkel das ebenfalls so sieht und insgeheim ganz froh ist, dass sie nicht als Preisträgerin ausgewählt wurde.

Friedensnobelpreis für Merkel ?!

Es wird ja schon seit einigen Tagen gemunkelt, dass Angela Merkel eine heiße Kandidatin für den morgen bekannt gegebenen Friedensnobelpreis sei. Eine solche Entscheidung wäre ein richtiges und ein falsches Signal zugleich. Prinzipiell richtig wäre es, weil es Angela Merkel in der nun vorraussichtlich schwierigen Zeit in der Flüchtlingsfrage den Rücken stärken kann. Erst gestern hat Merkel bei Anne Will bekräftigt, ihren „Kurs des freundlichen Gesichts“ fortsetzen zu wollen, auch wenn dieser nicht jedem gefällt und nicht klar ist, welches Ergebnis am Ende stehen wird. Ein falsches Signal wäre jedoch, wenn einige Tage „Politik nach Herz und Bauch“ schon ausreichen...

Keine Zeit für große Gefühle

Es ist schon erstaunlich, wie die Medien versuchen, auf die Stimmung der Öffentlichkeit und der verantwortlichen Politiker einzuwirken. Sicherlich ist auch die Meinungsbildung ein Teil ihrer Aufgabe, doch für wesentlich wichtiger halte ich die neutrale sachliche Information. Vielleicht ist die Eurokrise den Medien auch zu kompliziert, um sie ihren Konsumenten zu erklären, doch dieser Mangel lässt sich dann eben nicht einfach durch mehr oder weniger begründete tendenziöse Meinungsmache ersetzen. Doch allein bei Spiegel Online gibt es heute gleich zwei dieser teilweise unterschwelligen Appelle an Angela Merkel und an Wolfgang Schäuble, die in ihrem Tenor anzudeuten scheinen, dass Wolfgang Schäuble aus...