Der Feind in meinem Bett

Es gibt so viel über das Geschwür der Geheimdienste zu sagen, doch fällt es schwer das zu tun. Schwer, weil man gegen eine Wand resignierter Gleichgültigkeit redet. Weil weder die Unsummen, die man für den Geheimdienst ausgibt, ohne eine brauchbare Gegenleistung zu erhalten, Unmut auslösen. Noch die Snowden-Enthüllungen, die zeigen, mit welcher entfesselten Skrupellosigkeit Geheimdienste allein nach der Maxime des technisch möglichen agieren, ohne jemals die Sinnfrage zu stellen. Und auch der Verdacht, dass der Geheimdienste gezielt Industriespionage betreiben und dabei nicht einmal davor zurückschrecken, das eigene Land auszuspionieren, führt zu einem nennenswerten Aufschrei.

Die Tatsache, dass Geheimdienste existieren, insbesondere dass sie in ihrer jetzigen pervertierten Form existieren, ohne dass jemand ihre Existenzberichtigung ernsthaft in Frage stellt, ist eine Bankrotterklärung der demokratischen Zivilgesellschaft. Sie ist zu dumm, zu uninteressiert und zu machtlos, um sich gegen das zu wehren, was mit ihr geschieht.

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